Monatsarchiv: Mai 2010

Deutscher Immobilientag des IVD am 10./11. Juni 2010 in Mainz

Der „Immobilienmarkt im neuen Jahrzehnt“ steht im Mittelpunkt des diesjährigen Deutschen Immobilientages des Immobilienverbands IVD am 10. und 11. Juni in Mainz. „Das Jahr 2010 und das kommendeJahrzehnt stellen eine große Herausforderung an alle immobiliennahen Dienstleistungen dar. Wir legen daher den Fokus unseres Immobilientags auf das Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Innovation, in dem sich die Immobilienbranche momentan befindet“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. Auf dem Deutschen Immobilientag des IVD informieren sich rund 600 Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige über die wichtigsten Entwicklungen in der Immobilienpolitik, bei den Immobilienpreisen und weiteren aktuellen Themen.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle wird im Rahmen des Immobilientags die „Zukunftsgerichtete Wirtschaftspolitik der Bundesregierung im neuen Jahrzehnt“ erläutern. Zu den Referenten gehört auch Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Er wird in einem Impulsreferat die „Immobilienpolitik im neuen Jahrzehnt“ darstellen. Der Vortrag von Prof. Latif, Klimaforscher am Institut für Meereskunde in Kiel, zum Thema „Klimawandel im neuen Jahrzehnt“ ergänzt den Ausblick auf die Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft.

Forsa-Umfrage und Fachvorträge

Prof. Dr. Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts, stellt die Ergebnisse einer Umfrage unter Maklerkunden vor. Das umfangreiche Programm wird durch Fachvorträge von Prof. Dr. Rehkugler, Universität Freiburg zum Thema „Immobilienwerte im neuen Jahrzehnt“ und Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD, zum Thema „Inflation und Auswirkungen auf die Immobilienmärkte im neuen Jahrzehnt“ abgerundet.

Fachausstellung

In der die Veranstaltung begleitenden Fachausstellung präsentieren über 40 Dienstleistungsunternehmen aus der Immobilienwirtschaft ihre Produkte und Angebote.

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Informationspflichten für Immobilienmakler – neu gefasst

Aufgrund einer neuen Vorschrift müssen Immobilienmakler ab sofort ihren Kunden, auch den gewerblichen Kunden, weitergehende Informationen über das eigene Unternehmen zur Verfügung stellen als dies bislang der Fall war. Meine Empfehlung lautet: Machen Sie einen Aushang in Ihren Büroräumen oder in Ihrem Ladengeschäft, in dem Sie diese Pflichten erfüllen.

Die Verordnung über die Informationspflichten für Dienstleistungserbringer (DL-InfoV) schreibt z.B. vor, dass eine bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung und der Versicherer bekannt gegeben werden müssen. Im Buch „Existenzgründung für Immobilienmakler“ ist ein Kapitel mit den Vorteilen dieser Versicherung für Immobilienmakler und vor allem mit den wichtigen Regelungen, die sich in den Besonderen Versicherungsbedingungen verbergen, enthalten. Jetzt müssen Sie Ihren Kunden angeben, ob eine Versicherung besteht. Das folgt aus § 2 dieser Verordnung. Ich fasse den Inhalt von § 2 kurz zusammen (die meisten Punkte kennen Sie schon aus dem Telemediengesetz):

 § 2 Stets zur Verfügung zu stellende Informationen (Achtung: der folgende Wortlaut ist nicht der amtliche Text der Verordnung sondern meine Zusammenfassung)

… ein Dienstleistungserbringer muss seinem Kunden vor Abschluss eines schriftlichen Vertrages oder, sofern kein schriftlicher Vertrag geschlossen wird, vor Erbringung der Dienstleistung folgende Informationen zur Verfügung stellen:

1. Name, Firma Rechtsform 
2. Anschrift ( und alle Daten, um in Kontakt zu treten, insbesondere eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse oder Faxnummer)
3. ggfls. Handelsregister bzw. andere Registerarten mit Angabe des Registergerichts und der Registernummer
4. bei erlaubnispflichtigen Tätigkeiten Name und Anschrift der zuständigen Behörde (für Immobilienmakler ist das die Aufsichtsbehörde)

5. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, soweit vorhanden 
6. Regelung zu reglementierten Berufen (Immobilienmakler gilt in Deutschland nicht als reglementierter Beruf im Sinne dieser Vorschrift, also nicht einschlägig)
7. die verwendeten AGB
8. AGB über das auf den Vertrag anwendbare Recht oder über den Gerichtsstand
9. ggfls. bestehende Garantien, die über die gesetzlichen Gewährleistungsrechte hinausgehen (hier kommt auch die Vertrauensschadenversicherung in Betracht, die der IVD für alle Mitglieder abgeschlossen hat)
10. die wesentlichen Merkmale der Dienstleistung, soweit sich diese nicht bereits aus dem Zusammenhang ergeben
11. Berufshaftpflichtversicherung, Angaben dazu, insbesondere den Namen und die Anschrift des Versicherers und den räumlichen Geltungsbereich.

Für die Bereitstellung dieser Informationspflichten bestehende folgende Wahlmöglichkeiten:

– von sich aus dem Kunden mitteilen
– Aushang (leicht zugänglich machen) – meine Empfehlung
– im Internet einstellen und dem Kunden die Adresse mitteilen oder – Vorsicht vor Abmahnungen, wenn die Angaben dort unvollständig sind oder sich Änderungen ergeben haben – meine Empfehlung: nicht in das Impressum aufnehmen, weil dazu keine Pflicht besteht
– in ausführliche Informationsunterlagen aufnehmen, die dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. 

Auf Nachfrage des Kunden müssen weitere Informationen zur Verfügung gestellt werden. Auch diese Regelung ist für Immobilienmakler wichtig:

– bestehende berufliche Gemeinschaften,

– Verhaltenskodizes, denen sich der Immobilienmakler unterworfen hat (z.B. die Standesregeln oder Wettbewerbsregeln des IVD – link im Internet angeben),

– Angaben zur außergerichtlichen Streitschlichtung, sofern eine solche besteht.

Der letzte Punkt bedeutet für Mitglieder des IVD, dass sie Angaben zur Ombudsstelle Immobilien des IVD vorhalten müssen.

Die gesamte Verordnung ist unter folgendem link zu finden: http://tinyurl.com/3ajazdv

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Asbest – Infobroschüre für Planer, Architekten, Bauherren

„Asbest“ ist ein Warsignal für alle Immobilienmakler, Investoren, Planer, Bauherren, Architekten. Schätzungen zufolge sind in Deutschland bis 2015 noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen zu erwarten. Der Umgang mit dem Baustoff ist inzwischen nur noch bei Abbruch und Sanierung von Gebäuden zulässig. Werden solche Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, können große Mengen des Stoffes freigesetzt werden.

Das BBSR (www.bbsr.bund.de) informiert in einer neuen Broschüre über den Gefahrstoff Asbest. Welche asbesthaltigen Baustoffe gibt es? Wie groß ist der Umfang der Altlasten? Wie lassen sich Asbesterzeugnisse nachweisen? Bei welchen Arbeiten ist die potenzielle Asbestbelastung am größten? Welche Rechtsgrundlagen sind beim Umgang mit den Erzeugnissen zu beachten? Das Heft zeigt zudem auf, worauf es bei der Beseitigung und Verwertung von Asbestabfällen ankommt. Autor des Hefts ist Dr. Roland Herr.

Dies ist der link zu dem Heft: http://tinyurl.com/37rsz8d
(Quelle: www.bbsr.bund.de)

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Ratgeber „Existenzgründung Immobilienmakler“ auf Super-Verkaufsrang

Der umfassende Praxisratgeber „Existenzgründung für Immobilienmakler“ steht (heute) auf Verkaufsrang 1 bei Amzon in der Rubrik „Existenzgründung & Selbständigkeit“. Beim Online-Buchhändler Amzon.de werden täglich die Verkaufsränge für die dort eingestellten Bücher in den einzelnen Rubriken festgelegt. Das im Joh. Heinr. Meyer Verlag in Braunschweig erschienene Buch nimmt am 23.5.2010 den Spitzenplatz bei den Wirtschaftsbüchern in der Rubrik für die Existenzgründungsbücher ein. Der aktuell festgestellte Verkaufsrand unter allen angebotenen Büchern ist mit Platz 1.866 auch noch nie so hoch gewesen wir an diesem Tag. All das kann sich wieder ändern, weil ja die Verkaufsränge täglich festgesetzt werden. Aber es ist ein Spitzen-Zwischenergebnis.

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Räumung von Wohnungen beschleunigen – IVD mit Gesetzentwurf gegen Einmietbetrüger

Der Immobilienverband IVD hat einen Gesetzentwurf zur beschleunigten Räumung von Mietwohnungen bei Mietnomadentum vorgestellt. Der Vorschlag soll die Verfahrensdauer und den Zeitraum bis zur tatsächlichen Räumung der Wohnung verkürzen. „Um dieses Ziel zu erreichen, sind Änderungen im Bereich des Miet- und Vollstreckungsrechts notwendig“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. „Unser Gesetzentwurf ist sozialverträglich und ausgewogen, weil er am sozialen Charakter des geltenden Mieterschutzes nichts ändert.“

Der materielle Schaden durch Einmietbetrüger kann für Vermieter schnell zur Existenzbedrohung werden. Selbst bei klaren Fällen vergehen bis zur Räumung der Wohnung häufig bis zu 18 Monate. „Die Mietschulden wachsen währenddessen weiter und können bis zu 25.000 Euro und mehr betragen“, so der Präsident. „Mit unserem Entwurf möchten wir die Zeit zwischen Kündigung und Räumung verkürzen und die Mieteinbußen von Immobilieneigentümern wirksam reduzieren. Durch den Gesetzentwurf könnte sich die Zeit bis zur Räumung halbieren“, sagt Kießling. Das derzeitige Mietrecht biete zu viele Möglichkeiten, das Räumungsverfahren nach einer Kündigung unnötig in die Länge zu ziehen.

Der IVD greift mit seinen Vorschlägen den Begriff von „Mietnomaden“ auf, wie ihn die vorherige Bundesregierung definiert hat: „Das Spektrum von Mietnomaden reicht von Personen, die mit krimineller Energie und mit dem Vorsatz von Wohnung zu Wohnung zu ziehen, die Miete nicht zu bezahlen bis zu solchen Personen, die nach Auszug für den Vermieter einfach nicht mehr erreichbar sind“, erklärt Kießling. Der vorgelegte Gesetzentwurf soll dazu beitragen, die Umsetzung der Koalitionsaussage zum Mietnomadentum zu beschleunigen. „Wir möchten das Mietnomadentum ausschalten und nehmen die Bundesregierung beim Wort. Daher suchen wir jetzt den Dialog mit der Politik und stellen unsere Lösungsvorschläge zur Diskussion“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD.

„Das Mietrecht des BGB und das Vollstreckungsrecht verleiten vor allem den zahlungsunwilligen Mieter, einfach abzuwarten“, sagt Uwe Bethge, Rechtsanwalt und Notar in der Kanzlei bethgeundpartner | immobilienanwälte, Hannover. Um die Verfahrensdauer bis zur tatsächlichen Räumung zu beschleunigen, hat der Verband daher gemeinsam mit der Kanzlei bethgeundpartner Änderungsvorschläge für die Paragrafen §§ 543, 551, 569 im BGB, die Paragrafen 278, 721, 794, 885, 940 der ZPO, den Paragrafen 181 der GVGA (Geschäftsanweisung für Gerichtsvollzieher) und Paragraf 29 im SGB XII erarbeitet.

Dringend notwendige Änderungen

„In erster Linie werden für die Praxis unbedingt wirksame Mittel benötigt, um im Räumungsverfahren schnellere Ergebnisse zu erzielen. Unsere Vorschläge wie etwa die fristgebundene Güteverhandlung beschleunigen das Gerichtsverfahren bis zum Urteil“, erläutert Rechtsanwalt Uwe Bethge. Wenn dem Gerichtsvollzieher Vorgaben wie der fristgebundene Räumungstermin gemacht werden, sei die zeitnahe Durchsetzung eines Räumungsurteils für den Eigentümer kein Glückspiel mehr.

„Einmietbetrüger, so genannte Mietnomaden, leisten bereits zu Beginn des Mietverhältnisses häufig keine Mietzahlung. Oftmals wird auch die Mietkaution nicht gezahlt“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. Insbesondere Kleinvermieter seien jedoch auf die Mietzahlung zur Sicherung ihres Lebensunterhalts dringend angewiesen und könnten in große finanzielle Nöte geraten. Für diese Fälle soll daher bei anfänglichem Zahlungsverzug ausnahmsweise eine einstweilige Räumungsverfügung möglich sein. Auch die Nichtzahlung der Mietsicherheit soll gesetzlicher Kündigungsgrund werden. „Dadurch werden Vermieter von Beginn des Mietverhältnisses an im Hinblick auf später ausbleibende Mietzahlungen geschützt“, begründet Schick. In der Praxis habe sich auch gezeigt, dass Empfänger von staatlichen Transferleistungen die gewährten Mietzahlungen nicht immer an den Vermieter weiterleiten. „Um Missbrauch zu vermeiden sollten staatliche Transferleistungen generell direkt an den Vermieter gezahlt
werden. Da der Mieter ohnehin die gewährten Miet- und Nebenkosten an den Vermieter abführen muss, wird er durch die direkte Zahlung an den Vermieter nicht schlechter gestellt“, sagt Schick. Diese Regelung sei ohnehin bereits optional möglich.

Alle Änderungsvorschläge in Stichworten:

–  Die Nichtzahlung der Mietsicherheit wird neuer gesetzlicher Kündigungsgrund.
–  Eine Mietsicherheit wird bei Verzug mit Teilraten insgesamt fällig.
–  Die 2-monatige „Schonfrist“ läuft bereits ab Zugang der Kündigung.
–  Die „Güteverhandlung“ ist obligatorisch und soll spätestens drei Wochen nach Klageerhebung stattfinden.
–  Die Zahlung der Nutzungsentschädigung ist Bedingung einer Räumungsfrist.
–  Auch der Wohnraummieter kann sich durch notarielle Urkunde der Vollstreckung unterwerfen.
–  Die „Berliner Räumung“ wird zur gesetzlich geregelten Option.
–  Bei Zahlungsverzug zu Beginn des Mietverhältnisses wird eine einstweilige Räumungsverfügung möglich.
–  Anberaumung und Durchführung des Räumungstermins sind fristgebunden.
–  Für eine neue Unterkunft werden staatliche Transferleistungen erst nach Beendigung des bisherigen Mietverhältnisses gewährt.
–  Staatliche Transferleistungen müssen stets direkt an den Vermieter gezahlt werden.

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Video Buchvorstellung für Immobilienmakler

Unter dem folgenden link findet ihr das Video von IMMO TV zu dem Ratgeber für Immobilienmakler „Existenzgründung für Immobilienmakler“. http://tinyurl.com/22pj6vj

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Inflationssorgen sorgen für gute Nachfrage nach Immobilien – Artikel in DIE WELT

Die unsichere Lage am Kapitalmarkt und das Euro-Hilfspaket der Bundesregierung sorgt für ein Anheizen der Debatte um eine höhere Inflation. In einem Artikel in DIE WELT gehen die Autoren dieser Inflationsangst nach. IVD Vize-Präsident Jürgen Schick wird mit einer verstärkten Nachfrage nach Immobilien aufgrund Inflationssorgen zitiert.  Zugleich gibt er den Rat, dass Immobilien in Regionen mit wachsender Bevölkerung, einer guten Nachfrage nach Immobilien und damit einer stabilen Wertentwicklung gekauft werden sollten.

Ich halte diese Einschätzung für richtig und kann diesen Rat nur unterstützen. Die Debatte um eine höhere Inflation muss niemanden in Immobilien „treiben“. Ich sehe Immobilien jedoch als die einzige Anlageform für all diejenigen an, die Sorgen vor wachsender Inflation haben und ihr Geld sicher anlegen wollen. Der Artikel kann auch für Kundengespräche genutzt werden. Ganz nebenbei wird auch noch der Aspekt berücksichtigt, warum man eine Immobilie jetzt auch gut verkaufen kann. Aufgrund der stabilen Preise für Mehrfamilienhäuser kann es sich für Anleger lohnen, jetzt aus einer Immobilie auszusteigen und einen Gewinn zu realisieren.

Den ganzen Artikel in DIE WELT findet ihr unter folgender URL: http://tinyurl.com/25bhxra

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