Tagesarchiv: 17. Mai 2010

Geringer Handel mit Wohnungsportfolios im Jahr 2009

28.300 Wohnungen wurden im Jahr 2009 in Transaktionen mit Wohnungsportfolios von mehr als 800 Wohneinheiten gehandelt. Der Durchschnittspreis der Wohnungen lag bei ca. 57.000,- €. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung des BBSR (www.bbsr.bund.de), die im BBSR-Bericht Kompakt im April 2010 veröffentlicht worden sind. Das ist der link zum download des ganzen Berichts: http://tinyurl.com/3xedbr4

 Das BBSR hat alle großen Transaktionen von Wohnungsportfolios (nach der Definition des BBSR sind dies Paketverkäufe mit mehr als 800 Wohnungen)  untersucht. Im Jahr 2009 waren dies insgesamt elf (11!) Transaktionsfälle. In den Jahren 2006 und 2007 lag die Zahl der Transaktionen mit Wohnungsportfolios noch bei 65 bis knapp 70 Einzeltransaktionen. Interessant ist, dass der Tiefpunkt der Verkäufe wohl im ersten Halbjahr 2009 gelegen hat. Während im ersten Halbjahr 11.000 Wohnungen in insgesamt drei deals gehandelt wurden, waren es im zweiten Halbjahr ca. 17.000 Wohnungen in acht deals. Die durchschnittliche Größe der gehandelten Portfolios ist ebenfalls gesunken. In 5 der elf Verkäufe wurden zwischen 800 und 2.000 Wohnungen verkauft.

 Die vom BBSR ausgewiesenen Durchschnittspreise für die einzelnen Wohnungen schwanken stark. Im Jahr 2008 lag der Durchschnittspreis bei ca. 37.000,- € und im Jahr 2009 bei ca. 57.000,- €. Das wird mit der Art der verkauften Portfolios begründet. Im Jahr 2009 wurde ein hochpreisiges Portfolio verkauft, das das Preisgefüge stark beeinflusst hat. Die Wahrheit dürfte demnach irgendwo in der Mitte liegen. Das Gesamtvolumen der in diesem Segment gehandelten Wohnungen betrug ca. 1,6 Mrd. €.

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Gründungszuschuss auch bei Lücke vor Selbständigkeit

Beim Gründungszuschuss für angehende Immobilienmakler tut sich etwas: Nach Angaben der Handwerkskammer Potsdam muss die Bundesagentur für Arbeit künftig den Gründungszuschuss bei einer zeitlichen Lücke zwischen Ende der Zahlung von Arbeitslosengeld und Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit bezahlen. Diese Regelung ist neu und geht auf ein Urteil des Bundessozialgerichts zurück. Der Gründungszuschuss wird für die Dauer von 9 Monaten bezahlt und beläuft sich auf die Höhe des Betrages, den der Arbeitnehmer als Arbeitslosengeld zuletzt bezogen hat, zuzüglich 300 Euro monatlich. Das ist eine wichtige Neuerung für alle Existenzgründer/-innen, die ihren Berufsstart als Immobilienmakler aus der Arbeitslosigkeit planen.

Mehr Infos zum gründungszuschuss im Buch: „Existenzgründung für Immobilienmakler“ (http://www.ratgeber-immobilienmakler.de)

Die Pressemitteilung der Handwerkskammer Potsdam: http://tinyurl.com/32vnoky

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