Tagesarchiv: 14. Juni 2010

Neues Schwergewicht für Fortbildung in der Immobilienwirtschaft

EBZ und DIA verzahnen ihre Studienangebote – Kooperation gestartet

Zwei Schwergewichte im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Immobilienexperten gehen eine Kooperation ein: Das EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und die Deutsche Immobilien-Akademie (DIA) werden zukünftig verstärkt zusammen arbeiten, um Synergien zu nutzen und auszubauen.

Die Zusammenarbeit in konkreten Projekten ist  bereits gestartet: Der  DIA- Studiengang „Immobilienbewerter (DIA)“ kann schon jetzt auch an der privaten Fachhochschule EBZ Business School  in Bochum belegt werden. Die DIA wird den EBZ Fernlehrgang „Immobilienkaufmann/-frau“ zukünftig ebenfalls anbieten und in Freiburg einen Präsenzstandort aufbauen. Zu dem beginnt am Standort Hamburg im September 2010 ein gemeinsames Bachelor-Programm. Weiterhin geplant sind die gemeinsame Weiterentwicklung von verbindlichen Qualifizierungsstandards, Tagungs- und Seminarangeboten.  

Auf dem Immobilientag des IVD war es so weit: Der Vorstandsvorsitzende des EBZ, Klaus Leuchtmann, und der Geschäftsführer der DIA, Peter Graf, unterzeichneten einen Kooperationsvertrag, der eine enge Zusammenarbeit in der Entwicklung und Vermarktung der Bildungsangebote vorsieht. „Unsere beiden Bildungseinrichtungen haben sehr unterschiedliche Profile. Aus der Kooperation wird deshalb ein echter Mehrwert für unsere Kunden entstehen“, so Leuchtmann. Graf ergänzt: „Gemeinsam werden wir die gesamte Breite immobilienwirtschaftlicher Bildung abdecken, von Grundlagenausbildung bis zum Masterprogramm.“

Die DIA, die dem Immobilienverband IVD nahesteht, und das EBZ, eine Stiftung des GdW, des VdW Rheinland Westfalen und des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, wissen ihre immobilienwirtschaftlichen Verbände bei der Kooperation hinter sich.

IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling: „Die Qualifikation von Mitarbeitern und Unternehmensinhabern wird in den immobilienwirtschaftlichen Verbänden sehr intensiv betrieben. Es ist eine ausgezeichnete Entwicklung, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit unserer Verbände im Rahmen der BSI – Bundesvereinigung der Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft nun auch auf der Ebene der Bildung fortgesetzt wird. Wenn zwei so renommierte Einrichtungen wie  DIA und EBZ eng zusammenarbeiten, kann die Branche nur profitieren.“

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Provision und Kaufpreis in einem Betrag ausweisen?

Prof. Susan Pulham hat in ihrem Vortrag auf dem Deutschen Immobilientag des IVD eine interessante Diskussion angestoßen. Sie hat ausgeführt, dass Kunden tendenziell den zu bezahlenden Betrag in einer Summe genannt bekommen wollen. Der zusätzliche Ausweis von Gebühren und Auslagen würde Kunden eher abschrecken. Bezogen auf den Immobilienmarkt würde dies laut Prof. Pulham bedeuten, dass es besser wäre, den Kaufpreis für eine Immobilie inkl. der zu bezahlenenden Provision auszuweisen und danach den Betrag aufzuspalten. Vor allem der Anteil der Käuferprovision an dem insgesamt zu bezahlenden Betrag könnte zusätzlich in die Gesamtsumme eingerechnet werden. Prof. Pulham forscht in dem Bereich des Kundenverhaltens und hat in ihrem Vortrag „Anker setzen“ die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Reaktionen von Kunden und Einflussfaktoren für Kaufentscheidungen auf den Immobilienmarkt übertragen.

Es ist wissenschaftlich bislang nicht untersucht, wie Kunden auf den unterschiedlichen Ausweis eines Kaufpreises einer Immobilie und die oft zusätzlich ausgewiesenen Anteile der Käuferprovision reagieren. Was meinen Sie, worauf Kunden positiver reagieren? Kaufpreis 150.000,- € zzgl. 3 % Käuferprovision oder 155.355,- € Endpreis einer Immobilie? In der zweiten Variante würde in den Erläuterungen zum Kaufpreis ausgewiesen, dass  darin der Betrag von 4.500,- Provision zzgl. 19 % MwSt, also der Betrag von 5.355,- € Käuferprovision enthalten ist.  Wie Ist Ihre Meinung?

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