Korrekturen am Energiekonzept der Bundesregierung positiv bewertet

Die Spitzen der Koalitionsfraktionen haben sich Medienberichten zufolge für den Gebäudebereich auf realistische Zielsetzungen und eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit der geplanten Maßnahmen im Energiekonzept verständigt. Die BSI unterstützt die durch die Koalitionsfraktion vorgenommenen Änderungen ausdrücklich.

„Dies ist ein großer Schritt in Richtung Realität“, kommentierte Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverbandes IVD die beabsichtigte Korrektur zur Vermeidung von Überforderung privater Eigentümer, Wohnungsunternehmen und Mieter. Die nun angestrebte Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 80 Prozent bis zum Jahr 2050 im Gebäudesektor sei immer noch sehr ambitioniert, aber weitaus realistischer als das Ziel der Nullemission für alle Gebäude. „Innerhalb der nächsten 40 Jahre die knapp 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland durch energetische Sanierung voraussetzungslos klimaneutral aufzurüsten, wäre weder wirtschaftlich möglich noch technisch machbar gewesen.“ Die geplante Verankerung des Wirtschaftlichkeitsgebotes im Energiekonzept sei daher die grundlegende Voraussetzung für eine Umsetzung energiesparender Maßnahmen. Die ergänzende Förderung des Ersatzneubaus sei insoweit konsequent. Wichtig seien weiterhin geeignete Rahmenbedingungen. Die BSI begrüße daher den geplanten rechtlichen Rahmen für Wärmeliefer- und Energieeinspar-Contracting sowie die vorgesehene Beibehaltung der Steuerbegünstigung für Energieeinspar-Contracting, wenn ambitionierte Energieeinsparvorgaben erfüllt werden. Dies müsse sofort in Änderungsanträgen zum vorliegenden Haushaltsbegleitgesetz umgesetzt werden.

„Nur wenn die konstruktiven Änderungsvorschläge der Fachpolitiker aus den Koalitionsfraktionen politisch umgesetzt werden, ist das Energiekonzept sozialökonomisch vertretbar zu realisieren. Unter der Voraussetzung, dass das Energiekonzept in dieser Form revidiert wird, kann es zur Richtlinie des zukünftigen Handelns der Bundesregierung zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden werden“, so der BSI-Präsident abschließend.

Quelle: www.bsi-web.de; www.ivd.net

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Eingeordnet unter Immobilienpolitik

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