Herbst- und Winter-Check am Haus – Tipps für Hauseigentümer

Der Herbst kommt – die Tage werden kürzer. Ist dann auch noch die Straßenbeleuchtung schwach, kann der Hauseingang zur Stolperfalle werden. Daher ist besonders in dieser Jahreszeit die Außenbeleuchtung zu überprüfen. Denn bei allgemein zugänglichen Bereichen wie Eingängen oder Treppenhäusern gilt: „Hier obliegt dem Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht“, sagt Ulrich Löhlein, Leiter Servicecenter Hausverwaltung im IVD. „Kommt er dieser nicht nach und ist ein Unfall die Folge, haftet er für den Schaden.“

Bunte Blätter fallen…

Auch nasses Laub auf der Straße oder auf dem Gehweg kann die Sturzgefahr erhöhen. Immobilieneigentümer sind deshalb fast immer verpflichtet, Gehwege regelmäßig von herab gefallenen Blättern zu befreien. Denn die meisten Gemeinden haben diese Aufgabe an die Hauseigentümer übertragen. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft kümmert sich in der Regel der Verwalter darum, dass das Laub regelmäßig beseitigt wird. Manche Hausordnungen sehen aber ausdrücklich eine aktive Mitarbeit der Eigentümer und Mieter vor. Regelmäßig heißt aber nicht permanent. Das Landgericht Coburg urteilte (Az.: 14 O 742/07), dass Passanten mit rutschigem Laub rechnen müssen. Und dennoch: „Im Zweifelsfall muss ein Eigentümer immer nachweisen können, dass die Reinigungspflicht erfüllt worden ist“, sagt Löhlein.

…kühler weht der Wind

Im Herbst beginnt auch die Heizperiode. Bevor jedoch die Heizanlage wieder in Betrieb genommen wird, sollte sie noch einmal gewartet und überprüft werden. „Vor allem sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden“, sagt Löhlein. „Das spart Energie und damit Geld.“ Nach dem Entlüften muss eventuell Wasser nachgefüllt werden, damit der richtige Druck entsteht, um alle Heizkörper optimal versorgen zu können. In wenig genutzten und deshalb kaum beheizten Innenräumen besteht im Winter außerdem die Gefahr, dass Rohre einfrieren. Das kann verhindert werden, indem die Heizung stets auf kleiner Stufe läuft. Dadurch zirkuliert das Wasser in der Heizung, es kann nicht einfrieren und die Leitung zum Platzen bringen.
Wahre „Energiefresser“ sind undichte Türen und Fenster sowie Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Durch einen solchen Spalt können Kälte und Feuchtigkeit hereinziehen und unnötige Kosten verursachen. Schließen Fenster nicht richtig, kann die warme Heizungsluft leichter entweichen und kalte Außenluft eindringen. Das Gleiche gilt für Türen, die einen deutlichen Spalt zum Boden aufweisen. Hier können Hauseigentümer leicht Abhilfe schaffen, beispielsweise durch Abdichtungsleisten mit kleinen Bürsten oder einfache Türvorleger. Bei undichten Fenstern reicht es manchmal bereits aus, die porös gewordene Gummilippe zu ersetzen. Bei fachmännischer Ausführung verhindert das Abdichten, dass so genannte Wärmebrücken entstehen, also Stellen, die Wärme schneller nach außen transportieren als andere.
Da der Winter im Herbst bereits unmittelbar vor der Tür steht, empfiehlt es sich auch erste Vorkehrungen für die Schneebeseitigung zu treffen. Der IVD rät, Schaufeln und Besen schon einmal vorsorglich aus ihren Sommerquartieren zu holen und auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen. Zudem sollten Immobilieneigentümer überprüfen, ob noch genügend Streugut vorhanden ist. Denn wenn der erste Schnee liegt, ist es dafür zu spät.

Nur ein dichtes Dach schützt

Auch das Dach sollte zu Beginn der kalten Jahreszeit Gegenstand einer eingehenden Prüfung sein. Beispielsweise müssen die Regenrinnen und Regenfallrohre komplett von Laub befreit sein, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Denn wenn das Laub zusammen mit Tauwasser in der Regenrinne oder dem Fallrohr gefriert, können diese platzen. Schäden an der Fassade sind dann fast unausweichlich. Hinzu kommt, dass das Regen- und Schmelzwasser nicht abfließt, wenn die Rinne mit Blättern verstopft ist. Außerdem sollte das Dach auf seine Sturmfestigkeit überprüft werden – die Zeiten, in denen man Orkane nur aus dem Fernsehen kannte, sind offensichtlich vorbei. „Manche Ziegel sitzen nicht mehr fest und könnten bei Stürmen herunterfallen“, warnt Löhlein. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft mögliche Wasserschäden. „Oft machen schon kleinste Risse das Dach auf Dauer undicht. Das könnte zu Feuchtigkeitsschäden und zu Schimmelbildung im Haus führen.“

Die Kontrolle eines Steildachs sollte geübten Fachleuten überlassen werden, denn es besteht ein erhebliches Absturzrisiko. Flachdächer können dagegen in der Regel von den Eigentümern selbst kontrolliert werden. „Dabei sollte auf Beschädigungen der Dachoberfläche geachtet werden“, erklärt Löhlein. „Sind Blasen oder Risse sichtbar oder haben sich Nähte gelöst, sollte vor dem Frost rasch ein Fachmann mit der Reparatur beauftragt werden.“

Quelle: www.ivd.net

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Praxis-Tipp

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s