Zinshausgeschäft ist reinrassiges Maklergeschäft – Gastkommentar Jürgen Schick

Das Geschäft mit der Vermittlung von Zins- oder Mehrfamilienhäusern hat IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick in einem Beitrag in der AIZ als „reinrassiges Maklergeschäft“ bezeichnet. Die neu gegründete AG Zinshausmakler des Immobilienverbandes IVD wird sich nur mit diesem Marktsegment befassen.

 Lesen Sie hier den Gastbeitrag von Jürgen Michael Schick:

Einen besseren Ort, einen passenderen Anlass für die konstituierende Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Zinshausmakler im IVD als die Expo Real 2010 in München hätte es nicht geben können. Die gute Stimmung auf der Messe und der spürbare Bedeutungszuwachs des Wohnimmobiliensektors spiegelten den aktuellen Zustand des Zinshausmarktes in Deutschland eins zu eins wider.

Vor einigen Monaten hat der IVD-Bundesvortand beschlossen, die AG Zinshausmakler im IVD ins Leben zu rufen. Warum? Der Zinshausmarkt ist ein Maklermarkt. Bei 95 Prozent der Zinshaus-Transaktionen sind Makler – in der Regel IVD-Makler – beteiligt.

Deshalb dürfen wir die Definition des Marktes nicht anderen überlassen. Wir, die IVD-Makler, sind es, die den Markt kennen und bewerten können. Der Zinshausmarkt ist und bleibt ein reinrassiges Maklergeschäft.

Schon nach dem ersten Treffen der IVD-Immobilienunternehmen, die ihre Erfahrungen aus den Zinshausmärkten in München, Berlin, Hamburg, Hannover, Kiel, Thüringen, im Rhein-Main- sowie dem Ruhrgebiet einbrachten, konnten erste Ergebnisse vermeldet werden.

Eine Umfrage unter den Mitgliedern der AG ergab, dass der Zinshausmarkt sowohl auf Käufer- als auch auf Verkäuferseite von privaten Bestandshaltern dominiert wird. 55 Prozent der Verkäufer stammen aus diesem Bereich. Mit 18 Prozent folgen bei den Verkäufern gewerbliche Immobilienunternehmen aus Deutschland, zwölf Prozent der Verkäufer sind Unternehmen aus dem Ausland – wahrscheinlich diejenigen, die zwischen 2005 und 2008 den deutschen Markt stürmten und sich jetzt aus unterschiedlichen Gründen wieder von den damals erworbenen Objekten trennen; sechs Prozent der Verkäufe gehen auf Pensionskassen zurück und sechs Prozent auf Banken.

Die Käuferseite teilt sich folgendermaßen auf: 55 Prozent private Bestandshalter, 24 Prozent gewerbliche Immobilienfirmen aus Deutschland, fünf Prozent gewerbliche internationale Player und sechs Prozent Wohnimmobilienfonds.

Man kann also sagen:

Der Zinshaus-Markt ist national, privat und stark nachfragegeprägt. Und wir haben es mit krassen regionalen Unterschieden zu tun: die Spanne der Multiplikatoren der Jahresnettokaltmiete, von denen die Teilnehmer der AG berichteten, reicht von 9 bis hin zu 30.

Mit der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft im IVD wollen wir Kompetenz bündeln und Transparenz schaffen – für Verkäufer und Käufer. Auf der einen Seite geht es darum, eine gemeinsame Argumentationslinie gegenüber Verkäufern zu entwickeln. Es gilt zu kommunizieren, dass man heute noch steuerfrei Immobilien verkaufen kann – ein Vorteil, der mit Sicherheit irgendwann zur politischen Disposition steht. Jetzt ist der Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen!

Auf der anderen Seite müssen wir für Käufer das Zeitfenster definieren, innerhalb dessen die guten Fundamentaldaten den Markt noch bestimmen werden. Wir gehen davon aus, dass sich an der Zinskurve in den kommenden ein, zwei Jahren wenig tun wird.

In vielen Städten hat die Preisentwicklung zwar noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, aber auch wenn die Mietrenditen sinken, ist es die Eigenkapitalrendite, die im Vergleich zu anderen Anlageformen nach wie vor unschlagbar ist.

Die IVD-Makler kennen den Zinshausmarkt besser als alle anderen. Bringen Sie Ihre Erfahrungen in die AG Zinshausmakler ein und lassen Sie uns gemeinsam die Deutungshoheit über diesen Markt demonstrieren.

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