Monatsarchiv: Mai 2011

Europa und die Immobilienkredite in Deutschland

„Für die Immobilienwirtschaft in Deutschland ist die Verfügbarkeit von Finanzierungen elementar. Manche der geplanten neuen Eigenkapital-Regelungen für die Banken werden aber das Kreditangebot insbesondere für die Wohnungswirtschaft verknappen und verteuern.“ So kommentiert Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverbandes IVD die aktuell in der Diskussion befindlichen neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken („Basel III“).

Angesichts der Finanzmarktkrise arbeiten Politik und Bankenaufsicht weltweit an einer verbesserten Regulierung des Bankensystems. Dass diese heikle Aufgabe wichtig und richtig ist, bezweifelt auch die BSI nicht, weist aber auf einen Zielkonflikt hin: Zum einen sollten Banken Risiken zurückfahren und ein wirksameres Risikomanagement betreiben, zum anderen soll die Realwirtschaft auch künftig ausreichend mit Krediten versorgt bleiben.

Diese Kreditversorgung werde jedoch durch die Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute und die geplante Einführung einer neuen Verschuldungsobergrenze für Banken gefährdet. Da diese so genannte Leverage Ratio auf das Nominalvolumen der Darlehen abstelle, werde sie unter anderem das großvolumige, aber kreditrisikoarme und solide Immobilienfinanzierungsgeschäft der Banken treffen.

„Darlehen, die mit einer Immobilie besichert werden, sind besonders sicher. Das wird von den bisherigen Eigenkapital-Regeln für Banken ja auch anerkannt. Es ist widersinnig, dass diese Privilegierung durch die Leverage Ratio jetzt wieder ausgehebelt werden soll. Basel sollte die Vergabe besonders sicherer Darlehen durch die Banken künftig jedenfalls nicht teurer machen als derzeit“, so Kießling.

Die Immobilienwirtschaft, die sich in der Wirtschaftskrise als Stabilisator bewährt habe, sei strukturbedingt mehr als andere Branchen auf hohe Fremdfinanzierung angewiesen. „Kredite zu verknappen heißt, Investitionen zu gefährden und den Aufschwung zu bremsen“, warnt der BSI-Vorsitzende.

Quelle: http://www.bsi-web.de, Pressemitteilung

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Größtes Treffen von Maklern und Verwaltern

Wo treffen sich Immobilienmakler und -verwalter in diesen Tagen? Auf dem Deutschen Immobilientag in Berlin! Mehr als 800 Teilnehmer haben sich angemeldet und kommen zu den Vorträgen und zum Erfahrungsaustausch. Real life Zusammenarbeit und virtuelle Kontakte treffen hier zusammen.

Den Auftakt machte die Social Media Konferenz des IVD am Mittwoch, 25. Mai 2011. Einige der Referenten sagten, dass sie sich schon lange kennen, allerdings nur über die Sozialen Netzwerke wie Facebook und Xing. In der Social Media Konferenz des IVD (offizieller Hashtag #ivd11) haben sie sich nun auch zum ersten Mal kennen gelernt.  In den Vorträgen ging es um den Erfahrungsaustausch der Immobilienfirmen zur Kundengewinnung in den Sozialen Netzwerken. Die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für das Suchmaschinen-Ranking und für die Positionierung des eigenen Unternehmens im Internet wurde ausführlich diskutiert.

Während der Social Media Konferenz wurden auch die Kommentare, die auf Twitter und Facebook erschienen sind, behandelt. Dazu wurden auf mehreren Leinwänden die verschiedenen sozialen Netzwerke aufgerufen und der aktuelle Fortschritt auf diesen Seiten kommentiert. Das war Social Mdia in Reinkultur. Auf diesem Weg konnten auch Dritte, die nicht an der Konferenz teilgenommen haben, in den Ablauf integriert werden. So wurde u.a. auf diesem Weg die Frage des erforderlichen Zeitaufwands für die Sozialen Netzwerke diskutiert.

Der Deutsche Immobilientag wird fortsetzt mit den Vorträgen zum Telefonmarketing und zur Immobiliensprache mit Klaus Fink und Thilo Baum.

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Kunden gewinnen in Sozialen Netzwerken – 10 Regeln

Wie läuft die Überleitung von Fans zu Kunden in den Sozialen Netzwerken? Jeder Immobilienmakler, der sich in den Facebook und Xing bewegt, stellt sich regelmäßig diese Frage. Ein Zaubermittel ist scheinbar noch nicht gefunden. Deshalb die folgenden Thesen zur Diskussion auf der Socila Media Konferenz des IVD #ivd11:

1. Dabeisein ist wichtig – Eine Facebook-Unternehmensseite ist zwingend erforderlich

2. Mitmachen ist noch wichtiger – Nicht nur zuschauen – habe vor kurzem die erschreckende 90 – 9 – 1 Regel gelesen (auch auf Facebook) – 90 % sind da – 9 % kümmern sich – 1 % ist aktiv – das geht gar nicht. Wer nicht aktiv ist in den Sozialen Netzwerken, der wird auch keine Kunden gewinnen. Nicht nur den Daumen heben für andere Inhalte, auch eigene Kommentare, Beiträge zu Immobilienthemen oder Entwicklungen am Markt sind wichtig.

3. Eigene Inhalte erstellen – Wer einige Wochen zugeschaut hat, was die anderen machen, der erkennt, was ihm gefällt und was er gar nicht leiden kann – warum sollte ein Kunde nicht genauso denken? Also schreiben Sie Inhalte auf Ihrer Unternehmensseite, die Ihnen gefallen würden, wenn Sie diese auf einer anderen Seite eines Freundes lesen würden. Das sind Praxis-Tipps bei der Immobiliensuche gebauso wie Termine zur Sprechstunde in Ihrem Büro. Das können Erfahrungen bei Besichtigungen oder erfolgreich abgeschlossene Aufträge und Referenzen sein. Nachrichten aus dem Immobilienmerkt, den Sie als Ihren direkten Immobilienmarkt definiert haben, sind ganz wichtig. Dazu zählt die Preisentwicklung genauso wie Nachrichten über Termine im Umfeld etc.

4. Nicht jeder Freund will eine Immobilie kaufen – Viele Immobilienmakler „verkleben“ ihre eigene Unternehmensseite mit Immobilienangeboten rauf und runter. Nicht jeder Freund der Unternehmensseite sucht aber gerade eine Immobilie. Welcher Effekt tritt ein? Die Fans sind eher genervt von diesen ständigen Immobilienangeboten. Dann ist es besser, einen eigenen Reiter dafür anzulegen oder nur auf die Angebote auf der eigenen Webseite zu verweisen

5. Inhalte sind zu einseitig auf Immobilien ausgerichtet- Kunden gewinnen beginnt mit dem Aufbau eines Rufes im Internet. Welchen Ruf will ich mir aufgbauen? Welches ist die Zielgruppe? Sind das die Käufer einer Immobilie, die gerade jetzt eine Immobilie suchen? Sind es die Verkäufer einer Immobilie, die gerade jetzt eine Immobilie verkaufen? Oder sind es alle potentiellen Kunden, die in meinem sorgfältig ausgewählten Bereich (lokal oder sektoral) dann, wenn sie einen Immobilienmakler benötigen, an mich denken und mich beauftragen? 

6. Reputationsmanagement ist die Riesen-Chance in den Sozialen Netzwerken – Wie werde ich zum Platzhirsch meiner Community? Erstens definiere ich sehr sorgfältig die Community und zweitens versorge ich diese Gruppe dann regelmäßig mit interessantem Content. Diese Position können sich auch alle Newcomer erarbeiten. Und dann gilt es, diesen Ruf zu pflegen, pflegen, pflegen …

7. Es wird nicht kommuniziert – Unternehmensseiten, die keine Kommunikation zulassen, sind Kommunikationsfriedhöfe. Wer keine Postings Dritter auf seiner Unternehmensseite zulässt, kommuniziert in einer Einbahnstraße und wird auch keine Kommentare erhalten. So wird die Seite nicht lebendig.

8. Mischung aus Privat und Geschäft – Eine eindeutige Trennung ist erforderlich. Das Bild vom Rieseneisbecher oder dem Weissbier in der untergehenden Sonne am Abend gehört nicht auf die Unternehmensseite in Facebook. Diese privaten Einträge schaden eher dem Bild und dem aufgebauten Ruf. Wer ist von den potentiellen Kunden wirklich daran interessiert, was ich gerade esse oder trinke?

9. Aktiv suchen – Netzwerke wie Xing oder Twitter sind sehr gut geeignet, gezielt auf Kunden zuzugehen. „Ich suche“ … immer wieder taucht die Suche nach einem Ladengeschäft in einer Stadt, nach einer Wohnung usw. auf. Diese Chancen können gezielt ausgewertet und diese Kontakte angesprochen werden. Das gilt auch für die Rubrik „Gemeinschaftsgeschäfte“ in vielen Gruppen auf Xing. Hier können Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen aufgebaut werden, die zu einer Zusammenarbeit führen können. Auch hier gilt es, selbst aktiv zu sein, in Diskussionen aufzutauchen, sich bekannt zu machen.

10. Verknüpfung mit anderen Medien – Die Facebook Unternehmensseite gehört genauso zur Akquisition von Kunden in den Sozialen Netzwerken wie der Twitter-Account, das eigene Blog, der Youtube-Channel für Videos und das Profil auf Xing. Und das alles auch nocht regelmäßig. Legen Sie sich dazu Ihren eigenen Rythmus fest.

Zum Schluss die Kurzfassung: Dabeisein – Mitmachen – Aktivität sichtbar machen – kreativ sein. Kunden lkommen auch nicht von allein in ein Büro gelaufen. Ohne Anzeige in der Zeitung oder im Internet fragen wenige Kunden von allein an. Das gilt auch für die sozialen Netzwerke. Bildlich gesprochen: „Wer die größten Anzeigen schaltet, hat einen Vorsprung“.

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Energiewende in Europa – Hintergrund

Die treibenden Kraft des Klimawandels sind die Treibhausgase (Green House Gas – GHG). In einem Hintergrundbericht hat Eurostat die neuesten in der EU verfügbaren Daten zusammen getragen. Der Ausstoß der Treibhausgase ist im letzten Jahrzehnt um 2,4 % zurückgegangen. Gleichzeitig hat der Energieverbrauch um 5,2 % zugenommen.  Die energieintensiven Industrien und der Verkehr sind vor allem für den Zuwachs des Energieverbrauchs verantwortlich.

Hier geht es zu dem Beitrag:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Climate_change_-_driving_forces

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Einsatz von Formularen im Immobilienbüro

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Einsatz von Formularen im Immobilienbüro gemacht? Das wird in der Xing-Gruppe des IVD im dortigen Forum diskutiert. Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen. Mein Credo: Formulare sind wichtig und der Einsatz ist richtig. Aber im Alltag muss man wissen, wann ein Formular eingesetzt werden kann, wann eine Klausel noch einmal als Individualvereinbarung vereinbart werden sollte und was hinter den einzelnen Klauseln steckt. Wie sehen Sie das?

https://www.xing.com/net/pri387bdcx/ivd/maklerrunde-545755/erfahrung-mit-formularen-36706313/

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Immobilienmarkt in den USA findet keinen Trend

Es ist ein ständiges Auf und Ab am amerikanischen Immobilienmarkt. Wie der amerikanische Maklerverband NAR aktuell berichtet, haben die Verkäufe bestehender Einfamilienhäuser im April 2011 im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Im Monatsvergleich nahm die Zahl um ca. 0,8 % ab. Im Vorjahresvergleich beträgt der Rückgang fast 13 %. Im April 2011 betrug die Hochrechnung der Verkäufe auf das Gesamtjahr 2011 5,08 Mill. Verkäufe bestehender Einfamilienhäuser.

Der Markt ist „underperform“

Die Einschätzung des Chef-Ökonomen des Verbandes, Lawrence Yun lautet, dass der Markt sich unter den Erwartungen und unter den Rahmendaten bewegt. Yun sagte, dass vor allem die Erschwinglichkeit, aber auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt für steigende Verkäufe/Käufe von Immobilien sprechen würden.

Parallel dazu berichtet die NAR von einer Umfrage unter den Immobilienmaklern des Verbandes, in der mehr als 10 % eine Absage eines schon so gut wie sicheren Kaufes und weitere 10 % eine Verzögerung beim Kauf berichtet haben. Als Grund wird die restriktive Vergabe von Krediten für den Immobilienkauf genannt.

Hier geht es zu dem bericht des amerikanischen Maklerverbandes NAR über die Hausverkäufe im April 2011:

http://www.realtor.org/press_room/news_releases/2011/05/sales_ease

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Umfrage – Wer hat bei der Gründung einen Businessplan erstellt?

Der Businessplan – das unbekannte Wesen. Tief im Herzen vieler Immobilienunternehmer/Innen ist der Businessplan ein ungeliebtes „Etwas“. Haben Sie bei der Gründung Ihres Immobilienbüros einen Businessplan erstellt? Sind Sie ohne Businessplan ausgekommen? Die Empfehlungen sind Vielfältig: Businessplan – unbedingt, ist eine genauso oft gehörte Empfehlung wie der Rat von Querdenkern, dass ein plan in dem Moment veraltet ist, in dem er fertig gestellt ist. Wir haben Sie es bei der Gründung gehalten. Die Ergebnisse der Umfrage werden hier in Kürze veröffentlicht.

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