Und wie stehen Sie zum Gesetzentwurf Maklerprovision?

Foto Sven März 2014Der Entwurf zur Änderung des Wohnungsvermittlungsgesetzes ist in aller „Makler-Munde.“

Dabei gibt es doch eine ganz einfache Lösung und nur eine kleine Korrektur an dem Gesetzentwurf ist erforderlich.

In dem Entwurf zur Änderung des Wohnungsvermittlungsgesetzes wird ja die bisherige Gesetzeslage umgekehrt. Bislang kann der Makler vom Wohnungssuchenden maximal 2 MM Provision verlangen.

Jetzt soll es so werden, dass der Makler vom Wohnungssuchenden keine Provision bekommen kann.

Ausnahme:

Suchauftrag des Kunden in Textform und danach der schriftliche Auftrag des Vermieters zur Vermittlung der Wohnung an den Makler.

Streichung des zweiten Teils !!!

Wenn nun diese zweite Voraussetzung fallen würde und nur der Suchauftrag in Textform des Wohnungssuchenden verbleiben würde, dann könnte jeder Maklerkunde wählen, ob einen SCHRIFTLICHEN Auftrag an einen Makler erteilt.

Was will die Politik?

Kommt es der Politik am Ende des Tages darauf an, dass der Mieter gar keine Provision bezahlt oder dass der Mieter informiert ist, dass von seinem schriftlichen Auftrag an eine Provisionspflicht entsteht.

So geht Verbraucherschutz

Diese echte Wahlmöglichkeit des Kunden ist doch wirklicher Verbraucherschutz, nicht die gesetzliche Freistellung von einer Bezahlpflicht, unabhängig davon, welche Leistung in Anspruch genommen wird.

Autor Sven R. Johns ist Partner der Kanzlei MOSLER+PARTNERRECHTSANWÄLTE, München/Berlin

3 Kommentare

Eingeordnet unter Immobilienpolitik, Maklerrecht, Verbraucherschutz

3 Antworten zu “Und wie stehen Sie zum Gesetzentwurf Maklerprovision?

  1. Die Novellierung des Maklergesetzes ist wohl im Kommen. Hier wird dann das Bestellungsprinzip anzuwenden sein.
    Jedoch kann man meines Wissens einen notariellen Kaufvertrag nicht Widerrufen, solange dieser keine Klausel dafür enthält – und ich habe noch keine in auch nur einem einzigen gesehen.

  2. Pingback: Umfrage zum neuen Maklerrecht | Ratgeberimmobilienmakler's Blog

  3. Der Referentenentwurf von Herr  BM Maas bedeutet in letzter Konsequenz, dass immer der Vermieter die Provision zu zahlen hat. Der Mietersuchauftrag ist fast nur rein theoretischer Natur. Der 2. Absatz des Wohnraumvermittlungsgesetzes muss ersatzlos gestrichen werden. Noch diffuser wird es aber mit dem bereits ab dem 13.06.2014 geltenden Widerrufsrecht nach der EU Verbraucherrechtsrichtlinie im Fernabsatzgestz. Demnach sind alle Verträge, die ausserhalb der eigenen Geschaeftsraeume geschlossen werden, widerufbar, mit der Konsequenz, dass lediglich Wertersatz zu leisten. Das muss nicht die Provision sein, könnte  auch deutlich weniger sein. Eben nur der Wert der nachgewiesenen Kosten. Das ist schier absurd und laedt nur dazu ein, dass Kunden nach jeder Besichtigung widerrufen. Insbesondere der Verkauf ist somit unkalkulierbar.

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