Archiv der Kategorie: Praxis-Tipp

Buchtipp: Digitale Immobilien Kommunikation

Der Einsatz des Internets in der Immobilienbranche erfordert mehr als nur das Erstellen einer Homepage. Deshalb ist das Buch von Thomas Gawlitta so wertvoll. Ich möchte Ihnen das Buch wärmstens empfehlen, wenn Sie Immobilien mit digitalen Medien vermarkten.

Mobil ist Trumpf

Immer mehr Nutzer gehen mit mobilen Endgeräten, Smartphones, oder Tablet-PCs ins Internet. Das bedeutet für die Anbieter von Waren und Dienstleistungen, dass sie sich diesem Trend ebenfalls zuwenden müssen.

Auch die Immobilienwirtschaft wird sich der Entwicklung nicht verschließen können.

Dennoch haben noch viel zu wenige Unternehmen diese Entwicklung aufgenommen und die eigene Webseite auch für das Smartphone angepasst, eigene Anwendungen ins Internet gestellt, Apps programmieren lassen oder in den sozialen Netzwerken die Immobilienvermarktung konsequent angekurbelt.

1000 Zahlen

Gawlitta besticht durch den Detailreichtum mit vielen Zahlen zur Nutzung mobiler Endgeräte, Anwendungen im Internet usw. Jeder Immobilienmakler, Verwalter, Bauträger und viele andere Dienstleister in der Immobilienwirtschaft lernen aus diesem Buch Schritt-für-Schritt sich in den Sozialen Medien besser zu bewegen.

Wertschöpfungskette in der Immobilienvermarktung

Auf den Seiten 46 und 47 stellt der Autor einmal den klassischen Weg und die Möglichkeiten der Sozialen Medien gegenüber, wenn es um die Wertschöpfungskette in der Immobilienvermarktung geht. Eine spannende Auflistung von Punkten, aus der jeder Immobilienmakler seinen Nutzen ziehen wird.

Markenbildung

In Kapitel 4 geht es um den persönlichen Leitfaden. An erster Stelle der Ziele, die es umzusetzen gilt, steht der Aufbau einer eigenen digitalen Marke. Das entspricht auch meiner Erfahrung. Wer nur auf den Absatz von Immobilien in den digitalen Medien schielt, der springt zu kurz.

Der eigentliche Reiz der sozialen Netzwerke und der digitalen Medien liegt darin, viele Gruppen an sich zu binden und nicht nur die direkten Immobiliensucher, die jetzt gerade eine Immobilie suchen.

Wer eine digitale Marke aufbaut, wird  von weiteren Gruppen wahrgenommen. Wenn dann einmal das Thema Immobilie bei einem Einzelnen in den Fokus rückt, dann erinnert sich dieser an die digitale Marke, die er im Netz wahrgenommen hat.

Erst an zweiter Stelle der Ziele steht der direkte Absatz von Immobilien. Schließlich geht es um die Kommunikation mit weiteren Gruppen, z.B. potentiellen Auftraggebern, wozu ich auch Bauträger und Hausverwaltungen zähle, die mehr als nur einen Auftrag an ein Immobilienbüro erteilen.

Kommunikationsmix

Breiten Raum nimmt in dem Buch von Thomas Gawlitta der Kommunikationsmix in den Digitalen Medien ein. Bedienen Sie nicht nur einen Kanal. Die Webseite ist das virtuelle Büro.

Es gibt aber viel mehr Möglichkeiten, Interessenten zu gewinnen und an sich zu binden. Auf die Einrichtung eines Blogs verwendet Gawlitta viel Raum. „Für Immobilienmakler (…) kann das aktive Bloggen Vorteile im Kampf um neue Kunden und Aufträge bringen“, fasst er diesen wichtigen Punkt zusammen.

Planung

Das Buch enthält auch ein Kapitel zur Zeit- und Budgetplanung. Dieses Thema darf nichtz fehlen. Es ist deshalb sehr konsequent, dass das Buch sich auch damit befasst. Dabei geht es sowohl um das einzusetzende Zeitbudget als auch um die finanziellen Mittel. Gut ist, dass Thomas Gawlitta die Planung beispielhaft für unterschiedliche Kampagnenmöglichkeiten aufgliedert.

Expertenwissen

Der Autor, Thomas Gawlitta, ist Experte in Sachen Digitale Medien in der Immobilienwirtschaft. Ich habe ihn als Gründer des heutigen CommercialNetwork kennengelernt, einer Plattform, die Investoren und Anbieter von Immobilien im Internet zusammenbringt. Er leitet eine Agentur, in der neue Ideen für die digitale Vermarktung von Immobilien umgesetzt werden. Mit Floor 77 hat er kürzlich ein neues Konzept vorgestellt.

Frische Ideen – wie in diesem Buch

Wie schreibt Gwalitta in einem seiner vielen Tipps in dem Buch? „Frische Ideen erreichen die breite Masse über die Sozialen Medien.“

Machen Sie sich diese Entwicklung doch auch zu Nutzen. Das Buch „Digitale Immobilien Kommunikation“ hilft Ihnen dabei mit vielen wertvollen Anregungen.

Der Buchtipp ist auch im Newsletter Immobilien Insider von http://www.gevestor-immobilien.de erschienen.

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Umfrage: Vermarktungsdauer von Immobilien

Der Immobilienverband IVD hat eine Umfrage zur Vermarktungsdauer von Immobilien ins Internet gestellt. Den link finden Sie auf der Unternehmensseite des IVD bei Facebook.

Die Umfrage wird besonders aussagekräftig, wenn viele Immobilienmakler an der Umfrage teilnehmen. Bitte teilen Sie deshalb diesen link auch auf Ihrer Pinnwand auf  Facebook, damit die Teilnehmerzahl möglichst groß wird.

Hier geht es zu der Seite:

https://www.facebook.com/#!/notes/immobilienverband-ivd/ivd-minutenumfrage-vermarktungsdauer-von-immobilien/10150272412213918

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Immer noch aktuell: Das macht einen guten Makler aus

Die Beratungsleistung des Immobilienmaklers ist sehr komplex. Schon längst beschränken sich Makler nicht mehr ausschließlich auf das einfache Nachweisen von Immobilien oder die Einstellung der Immobiliendaten in ein Expose oder das Internet. Sie begutachten Grundstücke und Gebäude, erstellen Marktanalysen, prüfen Objektunterlagen, analysieren bestehende Mietverträge, geben wertvolle Hinweise zum Kaufvertragsrecht und helfen, die passende Finanzierung zu finden. Für den Verbraucher ist es oft schwer, seriöse und gut qualifizierte Dienstleister von „schwarzen Schafen“ zu unterscheiden. Der Immobilienverband IVD hat eine Checkliste zusammengestellt, die dabei hilft, einen kompetenten Makler zu erkennen.

1. Marktkenntnis:
Professionelle Immobilienmakler kennen den Markt vor Ort. Sie informieren über Preise, Mieten und Marktentwicklungen und stehen bereits im Vorfeld mit Sachkenntnis bei der Bewertung der Immobilie zur Verfügung. Sie kennen Angebot und Nachfrage des jeweiligen Immobiliensegments und betreuen Käufer und Verkäufer mit transparenten Informationen rund um das Grundstücksgeschäft.

2. Auftragsverhältnis:
IVD-Mitglieder haben sich über die Standesregeln des Verbandes verpflichtet nur tätig zu werden, wenn ihnen ein Auftrag des Eigentümers oder Kunden vorliegt. Der IVD empfiehlt, dass alle Vereinbarungen zwischen dem Kunden und dem Immobilienmakler schriftlich festgehalten werden.

3. Beratung ohne Zeitdruck:
Ein qualifizierter Makler ist bereit, sich für das Anliegen seiner Kunden in seinem Büro oder zuhause beim Kunden Zeit zu nehmen. Er wird niemals auf einen Vertragsabschluss unter Zeitdruck hinarbeiten, sondern dem Kunden eine ausführliche Prüfung des Angebots gestatten. Ein Alarmsignal für Kunden sind Behauptungen des Maklers, der richtige Käufer oder Verkäufer sei schon in der Kartei und der erfolgreiche Verkauf nur noch Formsache. Gegen die Einbeziehung externer Hilfe, beispielsweise eines Sachverständigen oder Rechtsanwalts, wird ein seriöser Makler nichts einwenden. Zudem wird er niemals eine Immobilie ohne Besichtigungstermin vermitteln. Die Beratung sollte nicht nur am Telefon durchgeführt werden. Der Immobilienmakler sollte vor Ort sein, so dass ihn der Kunde in seinem Büro aufsuchen kann.

4. Individuelle Beratung:
Ein professionell arbeitender Makler spricht mit dem Kunden intensiv über dessen persönliche Wünsche und Bedürfnisse sowie seine wirtschaftliche Situation, ehe er einen ersten Vorschlag macht. Er wird alle Einwände des Kunden ernst nehmen und ihn von sich aus vor Risiken warnen. Auf keinen Fall wird er Vorauszahlungen  verlangen. Die Wünsche des Kunden lassen sich nicht pauschal mit dem Hinweis auf das Internet und die Vermarktung durch Online-Portale beantworten. Wer eine Immobilie verkaufen oder kaufen will, sollte sich genau beschreiben lassen, wie der Makler vorzugehen gedenkt und welche Aktivitäten er im Detail plant. Ein guter Makler ist in der Lage, ein genaues Bild der Marktlage zu geben. Er wird seine Aufgabe, die in Frage kommenden Zeiträume für die Abwicklung aller Formalitäten und den voraussichtlichen Aufwand klar benennen.

5. Besichtigungstermine und weitere Beratung:
Bei der Besichtigung treffen Verkäufer und Käufer in der Regel zum ersten Mal aufeinander. Hier werden auch die unterschiedlichen Interessen der beiden Parteien besonders deutlich. Ein professionell arbeitender Immobilienmakler ist bei jeder Besichtigung dabei. Vor Ort lassen sich alle wichtigen Fragen besonders gut klären. Die Kenntnis der Immobilie, der genauen Lage eines Grundstücks, des Zustands der Immobilie, etwaige erforderliche Investitionen bei der Renovierung oder energetischen Verbesserung einer Immobilie und die Beantwortung der vielen Fragen rund um die konkrete Immobilie helfen beiden Parteien bei dem Abschluss der Verhandlungen.

6. Haftpflicht:
Der Makler sollte eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Auch qualifizierte Makler sind nicht vor Fehlern gefeit. Im Ernstfall kann etwas so Simples wie ein übersehener Zahlendreher finanzielle Folgen erheblichen Ausmaßes haben. Professionelle Makler sichern daher sich und damit ihre Kunden vor möglichen Schäden aufgrund einer Panne, eines Irrtums oder eines Versehens ab. Die im IVD organisierten Makler sind verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen.

7. Problembewusste Beratung:
Ein qualifizierter Immobilienmakler ist ein Berater, der realistische Einschätzungen über einen Kauf- oder Verkaufswunsch abgibt. Er wird genauestens prüfen, wo eventuell Probleme bestehen oder auftauchen könnten und wird bei deren Lösung helfen. In Teilungserklärungen oder in Sondernutzungsrechten von Eigentumswohnungen verbergen sich beispielsweise mitunter komplizierte Sachverhalte.

8. Provision:
Kunden sollten mit ihrem Immobilienmakler einen schriftlichen Vertrag abschließen, in dem auch alle Vergütungsfragen geregelt sind. Die Provision ist ein erfolgsabhängiges Honorar, das nur am Ende einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie an den Immobilienmakler gezahlt wird.

9. Kundenpflege:
Ein professioneller Makler behandelt seinen Kunden auch nach dem erfolgreichen Abschluss des Kauf- oder Mietvertrages als Kunden und bleibt Ansprechpartner für die Beteiligten bis zum Abschluss des Immobiliengeschäfts. Kompetente Makler verfügen über eine umfassende Ausbildung und über mehrjährige praktische Erfahrung. Jeder professionell arbeitende Makler wird daher Referenzen seiner bisherigen Tätigkeit vorweisen können – also auf erfolgreich vermittelte Objekte und zufriedene Kunden verweisen können.

10. Mitgliedschaft im Fachverband:
Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler ist die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Immobilienverband IVD. Der Kunde sollte keine Scheu davor haben, den Makler nach seiner Aus- und Weiterbildung zu fragen. Seriöse Makler  geben darüber bereitwillig Auskunft. Der IVD beispielsweise verpflichtet seine Mitglieder, regelmäßig Schulungen und Seminare zu besuchen, um auf dem aktuellen Wissensstand rund um die Immobilie zu sein. Jedes Verbandsmitglied muss eine umfassende Aufnahmeprüfung bestehen, in der das notwendige immobilienwirtschaftliche Wissen überprüft wird. IVD-Mitglieder müssen zudem den Nachweis über den Abschluss einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
erbringen.

Quelle: Pressemitteilung Immobilienverband IVD – http://www.ivd.net

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Glossar Begriffe für Sachverständige

Welche Bedeutung haben Handelswert, Taxwert, Schätzwert, Beleihungswert, Versicherungswert, Residualwert, merkantiler Minderwert, Zeitwert, Vergleichs- und Ertragswert? Alle genannten Werte haben einen hohen Anwendungsgrad in der Praxis. Ausgehend vom zentralen Begriff des Marktwerts ist zu untersuchen, inwieweit Inhaltsidentität mit dem Verkehrswert, dem Gemeinen Wert und den englischen Begriffen Market Value und Fair Value besteht. Dabei sind bei allen Wertbegriffen folgende Umstände zu berücksichtigen:

1. Der gewöhnliche Geschäftsverkehr
2. Die Beschaffenheit des Bewertungsgegenstandes
3. Alle wertbeeinflussenden Umstände

Diese sind in den Legaldefinitionen der Wertbegriffe – soweit vorhanden – zum Beispiel § 194 BauGB, § 9 BewG beziehungsweise in den Definitionen der Fachverbände beziehungsweise im „Guide Bleu“ der TEGoVa und den International Accounting Standards/International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) niedergelegt.

Der gewöhnliche Geschäftsverkehr
Mit gewöhnlichem Geschäftsverkehr sind die üblichen Gepflogenheiten des Handels mit den jeweiligen Bewertungsgegenständen gemeint. Der Wert des Bewertungsobjektes wird durch Angebot und Nachfrage auf einem freien Markt bestimmt, wobei Käufer und Verkäufer weder unter Zeitdruck noch unter Zwang oder gar Not stehen.

Beschaffenheit des zu bewertenden Objektes
Unter Beschaffenheit des zu bewertenden Objektes sind die rechtlichen und tatsächlichen Eigenschaften zu verstehen. Rechtliche Gegebenheiten wie zum Beispiel Nutzungsrecht Dritter, Verfügungs- und Erwerbsrechte, Sicherungs- und Verwertungsrechte der Gläubiger, die sich aus der jeweiligen Vertragsgestaltung oder auch aus dem Öffentlichen Recht und den Standardnormen (zum Beispiel DIN) ergeben, sind dabei zu berücksichtigen. Tatsächliche Eigenschaften können die Herstellungsmaterialien, die Formgebung, die Ausstattung, der Zustand, das Alter, die Größe etc. sein.

Wertbeeinflussende Umstände
Die im vorherigen Absatz beispielshaft aufgezählten Gegebenheiten stellen wertbeeinflussende Umstände dar, die bei der Wertermittlung für den konkreten Bewertungsgegenstand in jedem Einzelfall mehr oder weniger stark einfließen. Nachdem ausschließlich objektive Maßstäbe den Wert bestimmen, sind ungewöhnliche Umstände (zum Beispiel Monopolistenkauf) und persönliche Verhältnisse (zum Beispiel Verwandtenkauf) zwangsläufig ausgeschlossen.
Das Glossar „Wert- und Kostenbegriffe im Sachverständigenwesen“ (vgl. auch DS 6/2009) mit der Darstellung der Wertbegriffe als fachübergreifendes Konstrukt aus den Disziplinen Immobilienbewertung, Hausrat, Kunst/Antiquitäten, Kfz sowie Maschinen und Anlagen kann unter www.ivd-webshop.net für 9,80 Euro bestellt werden.

Quelle: www.ivd.net, Webseite des Immobilienverbandes IVD und AIZ, Autor: Prof. Dr. Siegfried Sandner

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Wie bereiten Sie als Immobilienmakler einen Messeauftritt vor?

15 Tipps zur richtigen Vorbereitung eines Messeauftritts. Die EXPO REAL findet vom 4. bis 6. Oktober 2011 in München statt. Die Messe ist die größte Gewerbeimmobilienmesse in Deutschland. Im vergangenen Jahr haben mehrere zehntausend Fachbesucher die EXPO REAL besucht. Es empfiehlt sich für jeden Immobilienexperten einmal auf diese Messe zu gehen. Es ist ein tolles Gefühl dort zu erleben, selbst Teil einer richtig großen Branche ist. Und die Immobilienwirtschaft ist Deutschlands größte Branche, gemessen am Anteil am Bruttoinlandsprodukt. In diesem Jahr werden in sechs Messehallen Aussteller ihre Stände haben.

Sie fragen sich, was Sie dort sollen? Als Wohnimmobilienmakler oder als Hausverwalter oder als Sachverständiger oder als Immobilienberater, der keinen Bezug zur Gewerbeimmobilie hat? Zum einen werden auf der Messe viele Fachvorträge gehalten und Diskussionen geführt, so dass jeder Besucher auch fachlich dazulernen kann. Das ist eine tolle Chance, viele verschiedene Programmpunkte so geballt präsentiert zu bekommen. Zum anderen macht die richtige Vorbereitung den Messebesuch zu einem Erfolg, auch wenn Sie nur im Bereich der Wohnimmobilien tätig sind.

Planen Sie den Besuch der Messe sehr gut, weil die Teilnahme viel Geld kostet: Eintrittskarte, Anfahrt, Übernachtung, Abwesenheit aus dem eigenen Büro (vielleicht der teuerste Teil). Wenn Sie beim ersten Mal „ohne Plan“ auf eine Messe gehen, war es vielleicht das letzte Mal, weil Sie in Zukunft die Kosten scheuen.

15 Tipps für die richtige Messevorbereitung:

Die erste Entscheidung: Planen oder Impressionen aufsaugen? Diese beiden Arten der Herangehensweise schließen sich nicht notwendigerweise aus. Wenn Sie mit dem Ziel auf die Messe gehen, Eindrücke zu sammeln, die Branche von innen zu betrachten, dann wird Ihre Planung anders ausfallen als mit der Vereinbarung von Gesprächsterminen und dem Ziel weitere Geschäftskontakte herzustellen.

 1. Orientierung ist alles

Sind Sie zum ersten Mal auf der Messe? Schauen Sie sich den Hallenplan an. Die Besucheranalyse der letzten Messe und die Pressemitteilung über die Bilanz der letzten Veranstaltung bieten wertvolle Hinweise über Besucher, Aussteller usw. Ermitteln Sie über die Webseite der Messe, welche Aussteller vor Ort sind. Wenn die Messe ein Teilnehmerverzeichnis auf der Internetseite anbietet, dann schauen Sie, ob Sie Ihnen bekannte Namen finden. Ihren Ansprechpartner aus der Bank, den Kollegen aus dem letzten Gemeinschaftsgeschäft, Bekannte aus dem Immobilienverband usw. Zur richtigen Orientierung gehört auch die Frage, woher Sie eine Eintrittskarte bekommen. Vielleicht kann ein Aussteller oder der Immobilienverband Ihnen eine vergünstigte Karte beschaffen.

 2. Welches Angebot interessiert Sie besonders?

Unter den Ausstellern sind Expansionsabteilungen von Einzelhändlern, mit denen die Vermietung und das aktuelle Suchprofil erörtert sowie spezielle Standorte besprochen werden kann. Beratungsgesellschaften, Anwaltsgesellschaften usw. stehen für Einzelgespräche bereit. Maklerhäuser und Maklergruppen haben eigene Stände. Immobilienverbände wie der IVD oder die BSI sind mit eigenen Ständen und Vertretern vor Ort, Banken stellen sich vor, so dass Sie die aktuellen Konditionen und Anforderungen an größere Finanzierungen besprechen können, Investoren stellen das Anforderungsprofil vor und stehen für die Diskussion konkreter Standorte bereit, Softwarefirmen haben eigene Stände oder sind auf der Messe als Teilnehmer, so dass Sie neueste Entwicklungen besprechen können. Die Vielfalt ist sehr groß. Nutzen Sie doch das Potential, das sich dort bietet.

 3. Konkrete Termine vereinbaren 

Wenn Sie auf die Messe fahren, dann vereinbaren Sie konkrete Beratungs- und Besprechungstermine mit den Personen/Firmen, die Sie gern treffen wollen. Ein Zeit- oder Stundenplan sichert Ihnen die Anwesenheit des Gesprächspartners, den Sie gern treffen wollen.

 4. Auf die Messeteilnahme aufmerksam machen 

In Ihre E-Mail-Signatur gehört ab sofort der Hinweis, dass Sie auch auf der Messe präsent sein werden. Vermerken Sie doch, dass Sie an einem oder zwei Tagen vor Ort sind und gern noch weitere Gesprächstermine vereinbaren. Das sollten Sie allen Empfängern von E-Mails mitteilen, unabhängig ob Kunden oder Geschäftskontakte angeschrieben werden. Machen Sie sich mit der Erwähnung, dass Sie auf die wichtigste Messe für Gewerbeimmobilien gehen, interessant für Kunden und Partner. Es ist doch ein schönes Gefühl später gefragt zu werden: „Und – wie war es auf der Messe?“ Sie sollten prüfen, ob Sie die Messeteilnahme auch in der örtlichen Presse verarbeiten können. Nehmen Sie Kontakt mit der Redaktion auf und berichten Sie hinterher „exklusiv“ von diesem Veranstaltung in Ihrer Region. Eine Schlagzeile „Immobilienmakler XY berichtet von Deutschlands größter Immobilienmesse“ tut richtig gut. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch daran, die eine andere Neuigkeit auf facebook an Ihre Freunde und Kontakte zu senden.

 5. Begleitprogramm studieren 

Die Messe hat ein umfangreiches Vortragsprogramm als festen Bestandteil der drei Tage. Auf vielen Ständen finden weitere Vorträge statt, die Sie in Ihren Terminplan aufnehmen können.

 6. Persönlichen Messeplaner anlegen

Einige Messeanbieter bieten ein Online-Modul an, in dem Sie ihren persönlichen Messeplaner erstellen können. Eine Outlook-Tabelle oder ein Excel-Plan erfüllen die gleiche Voraussetzung. Termine, Vorträge, Preisverleihungen, Social Events usw. haben Sie so gut im Griff. Unter den vielen Ausstellern und mit den vielen Fachbesuchern können Sie auch gut mitschwimmen. Wenn Sie aber das Beste aus der Messeteilnahme herausholen wollen, ist ein persönlicher Messeplaner eine perfekte Vorbereitung.

 7. Regionale Politiker und Ansprechpartner treffen 

Vielleicht ist auch die Region, in der Sie ihr Immobilienbüro haben, auf der Messe vertreten. Erkundigen Sie sich doch nach dem Standprogramm bei der für Sie zuständigen regionalen Fördergesellschaft, der Kommune, dem Kreis, der Stadt. Dort können Sie die Entscheider aus Ihrer Region treffen.

 8. Landes- oder Bundespolitiker treffen 

Auf dem Stand der BSI, der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft, (Halle B2, Stand 220) werden mehrere Landes- und Bundespolitiker anwesend sein. Das ist die perfekte Chance, den Bauminister Ihres Bundeslandes zu treffen. Erkundigen Sie sich auf der Webseite der BSI, ob „Ihr“ Minister auch kommen wird. Auch hier besteht die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch und Lobbying für Ihre eigene Region und Themen aus Ihrem Umfeld.

 9. Kollegen treffen 

Auf dem letzten Immobilientag oder dem letzten Seminar, das Sie besucht haben, haben Sie Kollegen getroffen und kennen gelernt, die Sie jetzt wieder treffen können. Gemeinschaftsgeschäfte lassen sich auf diesem Weg am besten vorbereiten. Der Stand des Immobilienverbandes IVD „Company Corner für Mitglieder“ (Halle A1, Stand 130) ist für seine Mitglieder eine perfekte Basis für Fach-Gespräche, für Kollegengespräche, das Treffen bekannter Gesichter, Diskussion von Verbandsthemen, Treffen von Vorstandsmitgliedern des Bundesverbandes oder der Regionalverbände oder einfach für einen guten Kaffee zwischendurch. Das Programm des Standes finden Sie im Internet.

 10. Nachbereitung nicht vernachlässigen 

Überlegen Sie sich schon vor der Messe, wie Sie die Gesprächskontakte nacharbeiten. Soll eine Mail verschickt, ein Brief formuliert, ein kurzer Gesprächsvermerk verfasst werden. Welche Fragen sind im Gespräch offen geblieben, die nachbearbeitet werden müssen. Nach welchen weiteren Unterlagen hat der Gesprächspartner gefragt, die im Anschluss an die Messe verschickt werden sollen. Haben Sie einen weiteren Termin z.B. für ein Telefonat vereinbart? Die schnelle Aufnahme von Visitenkarten können Sie durch einen Visitenkartenleser unterstützen (gibt es auch als App. oder als mobile Anwendung). Auch ein vorbereiteter Gesprächsbogen, der nach dem Gespräch ausgefüllt wird, ist als Erinnerungsstütze sehr wertvoll.

 11. In Erinnerung bleiben 

Der Vorrat an Visitenkarten, den Sie verteilen, kann schnell 100 Stück umfassen. Auch das gehört zur richtigen Vorbereitung. Vielleicht haben Sie eine Idee für ein außergewöhnliches „Erinnerungsstück“, das Sie mitnehmen und an Gesprächspartner übergeben wollen. Haben Sie eine Firmenbroschüre, eine Hauszeitung oder eigene Prospekte? Kalkulieren Sie die erforderliche Anzahl für die Messe.

 12. Geschäfte besprechen 

Sie wollen eine Einzelhandelsfläche vermieten, eine Gewerbeimmobilie auf der Messe erfolgreich vermitteln? Nehmen Sie konkrete Projekte und Aufträge – sofern vorhanden – mit auf die Messe, um diese vor Ort zu besprechen. Denken Sie daran, dass Sie auf Kollegen, Investoren, Profis treffen und seien Sie in allen Einzelheiten vorbereitet.

13. Was wird in den Social Media berichtet? 

Wenn Sie auf der Messe sind, dann können Sie über facebook nicht nur Ihren Kunden und Kollegen zu hause sondern auch den Kollegen auf der Messe mitteilen, was besonders wichtig und interessant ist. Ein Foto von dem Stand der eigenen Region, die Mitteilung, was in einem guten Vortrag berichtet worden ist, Ankündigung der Teilnahme an einem weiteren Vortrag oder einer Diskussionsrunde auf einem Stand (z.B. der Company Corner des Immobilienverbandes IVD) usw. zeigen Ihren Messealltag. Tipp: Legen Sie fest, ob Sie diese postings auf facebook als private oder als geschäftliche Mitteilungen versenden wollen. Es ist davon abzuraten, die Themen zu mischen. Erst ein Foto der Butter-Brez’n, die Sie gerade zum zweiten Frühstück verspeisen und dann der Bericht über die aktuellen Entwicklungen auf dem Einzelhandelsmarkt passen einfach nicht gut zusammen. Legen Sie doch fest, dass Sie rein geschäftlich an der Messe teilnehmen und posten Sie entsprechend von der Messe.

14. Preisverleihungen nutzen 

Auf der EXPO REAL werden wieder viele Preise vergeben. Neueste Trends werden prämiert, Immobilien erhalten Preise, Maklerfirmen und andere Dienstleister werden ausgezeichnet. Hier lernen Sie die neuesten der neuen Entwicklungen kennen. Egal, ob es sich um einen Marketing-Preis oder den Flowfact-Award, den Journalistenpreis oder eine Auszeichnung für Nachhaltigkeit, den Wissenschaftspreis der Deutschen Immobilien Akademie oder eine andere Auszeichnung handelt. Lernen Sie dazu und schauen Sie sich die Trends der Branche ab.

15. Eigene Pressearbeit mit dem Messeauftritt gestalten 

Sie sollten prüfen, ob Sie die Messeteilnahme auch in der örtlichen Presse verarbeiten können. Nehmen Sie Kontakt mit der Redaktion auf und berichten Sie hinterher „exklusiv“ von diesem Veranstaltung in Ihrer Region. Eine Schlagzeile „Immobilienmakler XY berichtet von Deutschlands größter Immobilienmesse“ tut richtig gut. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch daran, die eine oder andere Neuigkeit auf facebook an Ihre Freunde und Kontakte zu senden (s. Nr. 13).

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Tipps: Makleraufträge akquirieren

Die Praxis-Tipps zur Akquisition von neuen Aufträgen und zur Positionierung des eigenen Unternehmens am Immobilienmarkt sind eine wertvolle Hilfe für bestehende Immobilienmakler. Sie finden viele Anregungen in dem Buch „Existenzgründung für Immobilienmakler“. Das zeigen auch die Rückmeldungen, Leserkommentare und Rezensionen des Buches, die abgegeben werden. Auf Amazon.de sind einige dieser Rezension nachzulesen. Die wichtige Unterzeile des Buchtitels gewinnt damit weiterhin an Bedeutung: „Ein umfassender Praxisratgeber für Ihre Existenzgründung und die Zeit danach“.

Tipps zur Akquisition

Demnach muss das Netzwerk über ganz viele verschiedene Kanäle bespielt werden:

– persönlicher Brief an frühere Kunden
– Gesprächstermine mit den Multiplikatoren vor Ort (Notar, Steuerberater, Handwerker, Bauamt usw.)
– gerade auf dem Land den Flurfunk in Gang setzen (suche Immobilie etc.)
– wenn partout keine Immobilien zu finden sind, dann müssen welche gebacken werden – wir haben auf einer Veranstaltung vor kurzem zusammen mit einer Baufirma die Projektierung eines Zweifamilienhauses auf einem Baugrundstück durchexerziert. Die Hausbaufirma kann die Beplanung des Grundstücke, die Visualisierung etc. vornehmen. Der Immobilienmakler musst das Grundstück beschaffen:
– Also : Bauamt, Landwirte, Trenngrundstücke ausfindig machen usw.
– Pressearbeit – Ihre Maklerin vor Ort ist mehr als Maklerin – Beraterin usw.
– Veranstaltung für Immobilieneigentümer – profitieren Sie von meinem Wissen – Vortrag, Präsentation, Grundbuch-Wissen usw.
– Suchprofile in den Immobilien-Datenbanken anlegen, bei Xing etc.
– Unternehmens-Darstellung erneuern und verteilen
– Google-Anzeigen
– Makler-Netzwerk suchen und anschließen

In Deutschland machen die Immobilienmakler etwa 6% ihres Umsatzes mit Baugrundstücken (Ergebnis aus dem IVD-Betriebsvergleich). Da steckt ein großes Potential. Auch die Zusammenarbeit mit Hausbaufirmen kann interessant sein. Wenn es in Ihrer Gegend keine Repräsentanz eines größeren Unternhemens gibt, dann verhandeln Sie über eine solche Repräsentanz.

Das Buch „Existenzgründung für Immobilienmakler mit vielen weiteren Tipps kann bestellt werden unter: www.ratgeber-immobilienmakler.de

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Frischer Wind im Immobilienbüro

Sie wollen mal wieder frischen Wind in Ihr Immobilienbüro bringen? Das ist eine gute Idee. Warten Sie nicht damit. Wenn einmal der Gedanke gefasst ist, dann sollten Sie diesen auch zügig umsetzen. Einige Tipps, wie Sie das eigene Immobilienbüro auffrischen können. Ist es Zeit, mal wieder über eine Veränderung nachzudenken? Hier sind einige Anregungen.

  • Räumen Sie Ihre Internet-Seite auf – es finden sich bestimmt nicht mehr funktionierende links, Inhalte, die erneutert werden können usw.
  • Überprüfen Sie alle Immobilienangebote, die aktuell in Bearbeitung sind – Ist das „Pricing“ angemessen usw.?
  • Woher kommen neue Kunden? Reicht das bisherige Empfehlungsmarketing? Woher kann neues Geschäft generiert werden?
  • Wie steht es um den eigenen Business-Plan? Kann das Geschäftsfeld erweitert werden? Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, sich damit zu befassen
  • Die Adress-Daten gehören auf den Prüfstand – Aktuell? Aktiv? Weiter behalten? Neue Kontakte einpflegen
  • Checklisten benutzen – wenn keine vorhanden sind: neue Checklisten erstellen, um Büroabläufe zu schematisieren
  • Fortbildung – Studien, Marktdaten usw. beschaffen und für das eigene Geschäft nutzen – vielleicht müsste auch mal wieder ein Seminer besucht werden

Zum Thema Businessplan finden Sie in dem neuen Buch „Businessplan für Immobilienmakler – Schritt für Schritt zum eigenen Businessplan“ eine Anleitung, wie Sie einen Businessplan erstellen. Das Buch kann bestellt werden unter: http://www.businessplan-immobilienmakler.de

Quelle. Idee nach http://www.realtor-magazine.com

 

 

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