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Wohnungsbauprognose bis 2025 – Ergebnisse auf Kreisebene veröffentlicht

Wieviele Wohnungen benötigen wir bis zum Jahr 2025? Verläuft die Entwicklung in allen Bundesländern und Kreisen gleichermaßen? Woher bekommt ein Immobilienmakler die Ergebnisse der Untersuchung?

Das BBSR (Bundesinstitut Bau-, Stadt- und Raumforschung) hat die Ergebnisse der Wohnungsbauprognose 2025 vollständig veröffentlicht.

Die Ergebnisse in Kurzform sind:

Bis zum Jahr 2025 werden jährlich 183.000 neu gebaute Wohnungen in Deutschland benötigt. Im Jahr 2010 wurde diese Zahl wieder einmal nicht erreicht. In den Jahren 2010 bis 2015 beträgt der Bedarf sogar 193.000 neu gebaute Wohnungen, in den beiden folgenden Perioden sinkt der Bedarf etwas, so dass über den gesamten Zeitraum ein Bedarf von 183.000 Einheiten pro Jahr errechnet worden ist.

Das BBSR untersucht nicht nur den generellen Neubaubedarf sondern auch die wesentlichen Einflussfaktoren. Dies ist zum einen die Anzahl der Haushalte. Bis zum Jahr 2025 wird nach der unteren Variante dieser Prognose die Zahld er Haushalte um 0,1 % sinken. Das sind 60.000 Hasuhalte weniger als im Jahr 2010. Allerdings wird für die alten Bundesländer mit einer Zunahme der Haushalte um 560.000 und in den neuen Bundesländern ein Rückgang der Haushalte um 620.000 erwartet. Daraus folgt die insgesamt marginal leichtere Tendez bei den Haushalten.

Auch die Wohnflächennachfrage wurde untersucht. Die Wohnflächennachfrage steigt im Zeitraum bis zum Jahr 2025. Dabei wird der größte Teil der Nachfrage von den Eigentümerhaushalten kommen (ein Zuwachs von 15 % Wohnflächennachfrage geht von dieser Nachfragergruppe aus). Die Wohnflächennachfrage bei Mieterhaushalten ist tendenziell rückläufig (0,5 % Rückgang je Jahr).

Die Eigentumsquote wird steigen, prognostiziert das BBSR. In den alten Bundesländern geht die Eigentumsquote auf 47 % und in den neuen Bundesländern auf 36 % herauf.

Ergebnisse für Kreise

Damit der Neubaubedarf, die Nachfrage nach Wohnraum, die Entwicklung beid er Wohnfläche und alle weiteren Angaben der Untersuchung für jeden einzelnen Immobilienmakler aussagefähig wird, empfiehlt sich die Anschaffung der Gesamtuntersuchung des BBSR. In dem Band sind die Ergebnisse für die Kreise und Regionen in Deutschland im Einzelnen aufgeschlüsselt. Der Band kostet 15,- € und kann beim BBSR unter der E-Mail-Adresse selbstverlag@bbsr.bund.de bestellt werden.

Hier ist der link zu der Zusammenfassung der Ergebnisse:

http://www.bbsr.bund.de/cln_032/nn_21272/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/2010/DL__1__2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_1_2010.pdf

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Asbest – Infobroschüre für Planer, Architekten, Bauherren

„Asbest“ ist ein Warsignal für alle Immobilienmakler, Investoren, Planer, Bauherren, Architekten. Schätzungen zufolge sind in Deutschland bis 2015 noch etwa 190.000 auf Asbest zurückzuführende Erkrankungen zu erwarten. Der Umgang mit dem Baustoff ist inzwischen nur noch bei Abbruch und Sanierung von Gebäuden zulässig. Werden solche Arbeiten nicht fachgerecht ausgeführt, können große Mengen des Stoffes freigesetzt werden.

Das BBSR (www.bbsr.bund.de) informiert in einer neuen Broschüre über den Gefahrstoff Asbest. Welche asbesthaltigen Baustoffe gibt es? Wie groß ist der Umfang der Altlasten? Wie lassen sich Asbesterzeugnisse nachweisen? Bei welchen Arbeiten ist die potenzielle Asbestbelastung am größten? Welche Rechtsgrundlagen sind beim Umgang mit den Erzeugnissen zu beachten? Das Heft zeigt zudem auf, worauf es bei der Beseitigung und Verwertung von Asbestabfällen ankommt. Autor des Hefts ist Dr. Roland Herr.

Dies ist der link zu dem Heft: http://tinyurl.com/37rsz8d
(Quelle: www.bbsr.bund.de)

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Geringer Handel mit Wohnungsportfolios im Jahr 2009

28.300 Wohnungen wurden im Jahr 2009 in Transaktionen mit Wohnungsportfolios von mehr als 800 Wohneinheiten gehandelt. Der Durchschnittspreis der Wohnungen lag bei ca. 57.000,- €. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung des BBSR (www.bbsr.bund.de), die im BBSR-Bericht Kompakt im April 2010 veröffentlicht worden sind. Das ist der link zum download des ganzen Berichts: http://tinyurl.com/3xedbr4

 Das BBSR hat alle großen Transaktionen von Wohnungsportfolios (nach der Definition des BBSR sind dies Paketverkäufe mit mehr als 800 Wohnungen)  untersucht. Im Jahr 2009 waren dies insgesamt elf (11!) Transaktionsfälle. In den Jahren 2006 und 2007 lag die Zahl der Transaktionen mit Wohnungsportfolios noch bei 65 bis knapp 70 Einzeltransaktionen. Interessant ist, dass der Tiefpunkt der Verkäufe wohl im ersten Halbjahr 2009 gelegen hat. Während im ersten Halbjahr 11.000 Wohnungen in insgesamt drei deals gehandelt wurden, waren es im zweiten Halbjahr ca. 17.000 Wohnungen in acht deals. Die durchschnittliche Größe der gehandelten Portfolios ist ebenfalls gesunken. In 5 der elf Verkäufe wurden zwischen 800 und 2.000 Wohnungen verkauft.

 Die vom BBSR ausgewiesenen Durchschnittspreise für die einzelnen Wohnungen schwanken stark. Im Jahr 2008 lag der Durchschnittspreis bei ca. 37.000,- € und im Jahr 2009 bei ca. 57.000,- €. Das wird mit der Art der verkauften Portfolios begründet. Im Jahr 2009 wurde ein hochpreisiges Portfolio verkauft, das das Preisgefüge stark beeinflusst hat. Die Wahrheit dürfte demnach irgendwo in der Mitte liegen. Das Gesamtvolumen der in diesem Segment gehandelten Wohnungen betrug ca. 1,6 Mrd. €.

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