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IVD warnt vor Trickbetrügern auf Onlineportalen

Neue Pressemitteilung des Immobilienverband IVD (s. unter www.ivd.net)

Der IVD warnt vor Trickbetrügern, die mit gefälschten Mietangeboten auf Onlineplattformen Mietinteressenten um ihre Kaution bringen. Die Betrüger kopieren bestehende Angebote seriöser Anbieter und veröffentlichen das gleiche Angebot mit deutlich verringerter Miete und veränderten Kontaktdaten erneut. „Interessenten, die sich auf das vermeintlich sehr attraktive Angebot hin melden, werden aufgefordert, eine Kautionszahlung über einen Internet-Geldtransfer-Service zu leisten“, erklärt Ulrich Löhlein, Rechtsanwalt und Leiter des IVD-Servicecenters. Erst nach Eingang der Kaution würden die Wohnungsschlüssel versandt. Als Grund wird häufig ein Auslandsaufenthalt des Verwalters genannt. „Die Betrüger gehen sehr professionell vor und bedienen sich bevorzugt bei Immobilienangeboten, die im Internet eingestellt sind“, so Löhlein weiter. Nahezu keiner der Mietinteressenten sei in der Lage, die gefälschten von den echten Angeboten zu unterscheiden. „Die gefälschten Angebote häufen sich und sorgen für einen hohen wirtschaftlichen Schaden“, sagt Löhlein. Mietinteressenten sind aus Sicht des IVD doppelt geschädigt. Zum einen sei häufig die bezahlte Kaution nicht zurückzubekommen. Zum anderen gebe es das vermeintlich günstige Mietangebot nicht. Die Vorfreude auf die neue Wohnung werde dadurch getrübt.

Der IVD rät Mietinteressenten daher:

– Keine Bezahlung vor Besichtigung der Wohnung.
– Bei auffälligen Internetangeboten sowie bei schlecht erstellten Exposees soll-ten Interessenten direkt die Zentrale des Maklers oder Verwalters anrufen. Ein professioneller Vermieter erstellt auch ein professionelles Exposee.
– Bei Angeboten, die preislich deutlich unter Marktniveau liegen, ist besondere Vorsicht geboten. Gerade in Großstädten mit angespanntem Wohnungsmarkt sollten vermeintliche Schnäppchen genau geprüft werden.
– Die Kontaktdaten des Angebots sollten zur Sicherheit mit den Daten im Impressum des Maklers oder Verwalters verglichen werden.
– Bei Aufforderungen an Mietinteressenten, Geld über ein Internet-Transfer-Service oder auf ein Auslandskonto zu überweisen, ist grundsätzlich Vorsicht geboten.
– Eine Bezahlung von Abschlägen, Vermittlungsgebühren oder einer ersten Ra-te auf eine Kaution sollte nie vor Abschluss eines Mietvertrages erfolgen.
– Verdächtige Angebote sollten sofort an die Betreiber der Immobilienportale gemeldet werden.
 
„Bei Zweifeln sollten sich Mietinteressenten an einen Makler oder Verwalter ihres Vertrauens wenden“, rät Löhlein. Dieser könne das Angebot überprüfen und vor Trickbetrügern schützen. Der IVD empfiehlt ferner allen Immobilienanbietern, ein digitales Wasserzeichen in den Fotos von Wohnungen, die im Internet veröffentlicht werden, zu hinterlegen. Dieser Kopierschutz erschwert den Trickbetrug mit Internet-Angeboten. „Kunden sollten diese Vorsichtsmaßnahme eines Immobilienanbieters als Bestreben für ein ernsthaftes Angebot ansehen und diese Vorsichtsmaßnahme nicht als Störung empfinden“, so Ulrich Löhlein weiter.

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