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Inflation im April wohl bei 2,4 %

Die Inflationsrate wird im April 2011 weiter steigen. Die „gefühlte“ Inflation, die viele Verbraucher spüren, wird nun auch durch die amtliche Statistik belegt. Der Verbraucherpreisindex in Deutschland wird sich im April 2011 voraussichtlich um 2,4% gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, wird der Verbraucherpreisindex gegenüber März 2011 voraussichtlich um 0,2% steigen.

Wie in den vergangenen Monaten wird die Teuerungsrate maßgeblich durch starke Preiserhöhungen bei Energieprodukten bestimmt. Insbesondere die Preise für leichtes Heizöl und Kraftstoffe sind erneut gegenüber dem Vormonat gestiegen.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland wird im April 2011 voraussichtlich um 2,6% höher liegen als im April 2010. Gegenüber März 2011 steigt der Index um 0,2%.

Die endgültigen Ergebnisse für April 2011 werden am 11. Mai 2011 veröffentlicht.

Quelle: http://www.destatis.de

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Tatsächlich nur 102.000 neue Wohneinheiten in 2009 – Neue Studie

· Abrisse und Umnutzungen senken das Angebot

· Defizite im Neubau größer als bislang angenommen
· Bautätigkeit in den Städten besonders gering
 
Der Wohnungsbestand in Deutschland ist 2009 nur um 102.000 neue Einheiten gewachsen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Wohnungsbaus, die das Center für Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des IVD vorgenommen hat. Das CRES hat dabei neben den Baufertigstellungen aus Städten und Kreisen erstmalig auch die in der Bautätigkeitsstatistik erfassten Abgänge durch Abrisse und Umnutzungen mit einbezogen. Das Resultat: 136.518 neugebauten Wohnungen stehen Verluste von 34.112 Einheiten gegenüber. „Mit einem Saldo von 102.406 Wohnungen bleibt die Angebotsentwicklung deutlich hinter dem Bedarf zurück“, erklärt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat beispielsweise errechnet, dass in den kommenden fünf Jahren jährlich 195.000 Wohneinheiten benötigt werden.“ Mit Blick auf etwa 150.000 Fertigstellungen sei man bislang von 45.000 fehlenden Einheiten ausgegangen. In Wahrheit sei die Differenz zwischen Neubaubedarf und Bauleistung offenbar viel größer.

Der IVD geht davon aus, dass die Lücke noch größer ist, als die Analyse des CRES aufzeigt. „Die Dunkelziffer beim Wohnungsabgang ist erheblich, weil die Wohnungszusammenlegungen nicht erfasst werden“, argumentiert Schick. „Wenn jährlich nur 0,1 Prozent der Wohnungen zusammengelegt werden, bedeutet dies, dass 24.000 Wohnungen nicht mehr verfügbar sind.“ Auf der anderen Seite bleibe der Neubaubedarf auch bei rückläufigen Bevölkerungszahlen auf einem hohen Niveau. „Die steigende Anzahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte und die Abwanderung aus ländlichen Gebieten in die Wirtschaftszentren sorgen dort für eine große Nachfrage“, beschreibt Schick die derzeitige Situation. „An immer mehr Standorten sind wir daher auf dem Weg zu einer deutlichen Angebotsverknappung. Vor allem bei bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten wird es eng.“

Defizite vor allem in den Städten

In München gingen die Fertigstellungszahlen im vergangenen Jahr um 13,3 Prozent zurück. Dennoch nimmt die bayerische Landeshauptstadt mit 3.983 neuen Einheiten den Spitzenplatz im Wohnungsneubau ein. Es folgen Hamburg mit 3.187 Wohnungen und Berlin mit 2.833 Einheiten. Die Bautätigkeit ist in der Bundeshauptstadt somit deutlich geringer als in den anderen Metropolen. Doch auch insgesamt ist die Bautätigkeit in Städten sehr schwach. „Der Vergleich der Fertigstellungen pro 1.000 Einwohner verdeutlicht, dass in den großen Städten zu wenig gebaut wird“, sagt Schick. In München seien es etwa drei Einheiten pro 1.000 Einwohner. Hamburg und Berlin erreichten nur Werte von 1,8 beziehungsweise 0,8.

Mit durchschnittlich 1,3 Wohnungsfertigstellungen je 1.000 Einwohner schneiden die Städte beim Wohnungsneubau insgesamt deutlich schlechter ab als dicht besiedelte Landkreise und die ländlichen Gebiete, in denen 1,8 beziehungsweise 1,5 neue Wohnungen pro 1.000 Einwohnern gebauten worden sind. Dort sind allerdings auch die Rückgänge mit durchschnittlich 13 beziehungsweise 17 Prozent relativ hoch. In den Städten sanken die Fertigstellungszahlen im Vergleich zum Vorjahr dagegen nur um gut vier Prozent.

Beispiele für eine positive Entwicklung

„Trotz der grundsätzlich negativen Tendenz gibt es aber auch positive Beispiele“, betont Schick. Den stärksten Anstieg bei den Herstellungszahlen habe es im unterfränkischen Aschaffenburg gegeben. 2009 wurden dort 213 Wohnungseinheiten errichtet, etwa sieben Mal so viele wie im Jahr zuvor. Einen vergleichbar großen Sprung machte die rheinland-pfälzische Pirmasens, wo die Baufertigstellungszahlen von 23 auf 121 Einheiten um das Fünffache gestiegen sind. Weitere Städte mit hohen Wachstumsraten sind Magdeburg (+270 Prozent), Schwabach (+141 Prozent) und Memmingen (+136 Prozent).
Quelle: www.ivd.net

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In welchen Städten wird zu wenig gebaut?

 Nach einer Auswertung von Deutsche Bank Research liegt Potsdam auf Platz 1 der Städte, in denen die Haushalte in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die Anzahl der neu gebauten Wohnungen. Um mehr als 10 % ist diese Lücke, so das Ergebnis der Untersuchung (vgl. http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?addmenu=false&chapno=4980&document=PROD0000000000020733&noautotitle=true&rdTitleSource=Url&rwdspl=0&rwnode=DBR_INTERNET_DE-PROD$IMMO&rwobj=ReDisplay.Start.class&rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD&title=Aktueller+Kommentar).

Auch die Städte Dresden, Erding, Weimar, Leipzig, Regensburg und Lüneburg weisen ein stärkeres Wachstum der Haushalte als der neu gebauten Wohnungen auf. Im Ergebnis sind in diesen Städten die Wohnungspreise in den letzten jahren etwas stärker gestiegen als im Mittel. Das deutet auf erste Verspannungsmerkmale an diesen Märkten hin, so Deutsche Bank Research.

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Statistiken auswerten

Die Statistischen Landesämter haben die aktuellen Zahlen der Baugenehmigungen für die einzelnen Bundesländer veröffentlicht. Viele dieser Berichte enthalten die Baugenehmigungen bis auf Kreisebene. Für jede/n Immobilienmakler/-in lässt sich die Bautätigkeit im eigenen Immobilienmarkt aus dieser Statistik nachvollziehen. Wenn Sie sich die Zahlen der letzten fünf Jahr für Ihren Kreis vornehmen, haben Sie einen guten Überblick über die Entwicklung der Bautätigkeit in Ihrem direkten Marktumfeld. Wenn Sie es besonders genau machen wollen, dann sollten Sie mit Ihrem zuständigen Bauamt sprechen und sich von dort die Zahlen für Ihre Gemeinde/Stadt geben lassen. Dann können Sie auswerten, wie sich Ihre Stadt/Gemeinde zum Kreis und zum Bundesland sowie zum gesamten Bundestrend verhalten hat. Die gleiche Statistik können Sie für die Baufertigstellungen vornehmen.

Im Ergebnis lässt sich die Nachfrage Ihrer Kunden und die ermittelten Zahlen über die Bautätigkeit vergleichen. Daraus lassen sich Ableitungen für das „richtige“ Immobilienangebot in Ihrem eigenen Immobiliengeschäft ableiten. Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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