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Heute ist Zensus!

Am 9. Mai 2011 ist der Stichtag für den Zensus und die damit verbundene Gebäude- und Wohnungszählung. Viele Fragen treten auf. Ein paar Fragen finden Sie in diesem Beitrag. 17,5 Mio. Gebäudeeigentümer werden befragt. Auf diesem Weg werden aktuelle Zahlen zum Wohnungsbestand ermittelt und die Daten aus den 80er Jahren aktualisiert. Der Musterfragebogen für die Gebäude- und Wohnungszählung ist unter folgendem link einsehbar: http://cdn.zensus2011.de/live/uploads/tx_templavoila/Fragebogen_GWZ_20101007.pdf

Beim Zensus besteht Auskunftspflicht – (§ 18 Zensusgesetzes 2011). Das bedeutet, alle Fragen müssen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Nur so können im Rahmen des Zensus 2011 Ergebnisse von hoher Qualität erzielt werden. Lediglich die Beantwortung der Frage nach dem Bekenntnis zu einer Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung in der Haushaltebefragung ist freiwillig.

Die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner wird für den Zensus 2011 dank der neuen Methode gar keine Auskunft zu leisten haben, weil vor allem die im Zensusgesetz 2011 festgelegten Daten aus bestimmten Registern der Verwaltung genutzt werden.

Was ist eine Wohnung?

Unter einer Wohnung sind nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, in der Regel zusammen liegende Räume zu verstehen, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen. Wohnungen haben einen eigenen Eingang unmittelbar vom Freien, von einem Treppenhaus oder einem Vorraum. Zur Wohnung können aber auch außerhalb des eigentlichen Wohnungsabschlusses liegende zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- oder Bodenräume (z. B. Mansarden) gehören.

Gewerbliche Nutzung

Ausschließlich gewerbliche Nutzung liegt vor, wenn die Wohnung nicht zu Wohnzwecken, sondern ausschließlich gewerblich (z.B. als Büro, Arztpraxis) genutzt wird. Bei Wohnungen, die ständig gewerblich-hotelmäßig als Ferienwohnungen vermietet werden, liegt ebenfalls ausschließlich gewerbliche Nutzung vor. Wenn die Wohnungen ständig gewerblich-hotelmäßig vermietet werden, werden sie in der Gebäude- und Wohnungszählung nicht erfasst.

Wenn sich im Gebäude außer gewerblich-hotelmäßigen Ferienwohnungen auch Wohnräume befinden (z.B. Hausmeisterwohnung, Wohnung der Wirtsleute), so ist dies ein Gebäude mit Wohnraum. Bitte erfassen Sie dann die reinen „Wohnungen“. Gibt es im Gebäude nur gewerblich-hotelmäßige Ferienwohnungen, so geben Sie bitte an, dass sich unter dieser Anschrift kein Gebäude mit Wohnraum befindet.

Verwalter sind auskunftspflichtig

Werden Verwalterinnen und Verwalter (zum Beispiel von Wohnungseigentümergemeinschaften) im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung befragt, sind diese grundsätzlich für alle Angaben auskunftspflichtig, über die sie Kenntnis haben.

Können Verwalter diese Angaben nicht machen, müssen sie die Namen und Anschriften der Eigentümerinnen und Eigentümer mitteilen, die diese Angaben liefern können. Diese können dann anstelle oder zusätzlich zu den Verwaltern befragt werden.

Gefragt wird beispielsweise nach der Art des Gebäudes, den Eigentumsverhältnissen des Gebäudes, dem Gebäudetyp, dem Baujahr, der Heizungsart oder nach der Zahl der Wohnungen. Bei den Wohnungen interessiert die Art der Nutzung der Wohnung, die Eigentumsverhältnisse der Wohnung, die Fläche der Wohnung, das Vorhandensein eines WCs, das Vorhandensein einer Badewanne oder Dusche, die Zahl der Räume, Namen und Vornamen von bis zu zwei Wohnungsnutzern je Wohnung oder die Zahl der Bewohner je Wohnung (§ 6 Abs. 2 bzw. 3 ZensG 2011).

Als Eigentümer nicht angeschrieben worden?

Wer nicht angeschrieben wurde, muss von sich aus auch nichts unternehmen – selbst dann nicht, wenn er Eigentümerin oder Eigentümer von Wohnraum ist. So ist es insbesondere bei Eigentumswohnungen möglich, dass statt des Eigentümers der Verwalter den Fragebogen erhalten hat.

Fragebogen schon erhalten?

Viele Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden und Wohnraum haben in den letzten Monaten Post von einem Statistischen Landesamt erhalten, um bei der Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung ihre Meldungen abzugeben.

Diese Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung zielte darauf ab, die ermittelten Anschriften der Auskunftspflichtigen auf ihre Aktualität und postalische Erreichbarkeit zu prüfen, sowie die benötigte Menge an Fragebogen für die Hauptbefragung kalkulieren zu können.

Die Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung ist abgeschlossen. Die Statistischen Ämter der Länder werden die noch übermittelten Angaben aus der Vorbefragung nicht mehr verarbeiten können. Die Fragebogen für die Hauptbefragung der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) 2011 sind in Produktion und werden ab dem 27. April 2011 – verteilt über mehrere Wochen rund um den 9. Mai 2011 – verschickt. Die Post mit dem Fragebogen der Hauptbefragung der Gebäude- und Wohnungszählung erhalten Sie vom zuständigen Statistischen Landesamt.

Sollten Sie jetzt noch Änderungen mitteilen wollen, können Sie dies auf dem Fragebogen der Haupterhebung vermerken.

Auf ein Erinnerungs- oder Mahnverfahren wird – anders als bei der Hauptbefragung – im Rahmen der Vorbefragung verzichtet.

Die Online-Meldungen zur Gebäude- und Wohnungszählung werden ab dem 2.5.2011möglich sein – alles weitere dazu wird jeweils tagesaktuell unter zensus2011.de zu erfahren sein.

Quelle: http://www.zensus2011.de

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Der Zensus wirft seine Schatten voraus

Ein Musterfragebogen zur Gebäude- und Wohnungszählung ist auf der Seite von Destatis einsehbar. Hier ist der link: http://www.zensus2011.de/uploads/tx_templavoila/Fragebogen_GWZ_20101007.pdf

Ein Drittel der Bevölkerung wird bald Post vom Zensus 2011 im Briefkasten finden. Der Zensus 2011, die moderne Volkszählung, basiert auf einem registergestützten Verfahren. In erster Linie werden Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. Ergänzend sieht das Zensusgesetz 2011 aus dem Jahre 2009 eine Haushaltebefragung bei rund 10% der Bevölkerung, eine Gebäude- und Wohnungszählung bei insgesamt 17,5 Millionen Eigentümern und Eigentümerinnen sowie Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften vor. Die ersten Befragten werden schon in Kürze eine Terminankündigung eines Interviewers oder einer Interviewerin oder einen Fragebogen der Gebäude- und Wohnungszählung per Post erhalten. Was müssen sie in diesem Fall tun?

Die Haushaltebefragung wird in Form eines persönlichen Interviews durchgeführt. Sollte den Befragten der in der Ankündigungskarte vorgeschlagene Termin nicht zusagen, kann mit dem Interviewer oder der Interviewerin ein anderer Termin abgesprochen werden. Am vereinbarten Termin wird er oder sie sich bei den Befragten vorstellen und einen speziellen Interviewerausweis vorzeigen. Zunächst stellt der Interviewer die Existenz der im Haushalt lebenden Personen fest, notiert zum Beispiel Namen und Geburtsdatum. Dann füllt er gemeinsam mit den Befragten den Fragebogen aus. Der befragte Haushalt kann den Interviewer dazu auch hereinbitten – muss er aber nicht. Sofern sie die Hilfe des Erhebungsbeauftragten nicht wünschen, können sich die Befragten auch die Frage bogen aushändigen lassen und selbst ausfüllen. Sie müssen den Fragebogen anschließend per Post an die Erhebungsstelle zurücksenden oder dort abgeben. Für alle, die Porto sparen wollen, steht ab dem 9. Mai 2011 unter www.zensus2011.de auch ein Online-Fragebogen zur Verfügung

Bei der Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften – wie etwa Studierendenwohnheime, Klöster oder Seniorenwohnheime – werden alle Bewohnerinnen und Bewohner ebenfalls in einem persönlichen Interview befragt. Der Ablauf ist der gleiche wie bei der Haushaltebefragung. Bewohnerinnen und Bewohner von sensiblen Einrichtungen – wie etwa Notunterkünfte, Flüchtlingslager, psychiatrische Kliniken oder Justizvollzugsanstalten – werden dagegen nicht persönlich befragt. Sie werden über die Befragung informiert und stellvertretend durch die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen in die Zensuserhebung einbezogen.

Die Gebäude- und Wohnungszählung wird – anders als die anderen Befragungen – rein postalisch durchgeführt. Alle 17,5 Millionen Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer beziehungsweise die Verwalterinnen und Verwalter von Wohngebäuden er halten um den Stichtag 9. Mai 2011 von ihrem Statistischen Landesamt den Fragebogen per Post. Dieser muss ausgefüllt und in einem ausreichend frankierten Rückumschlag an die angegebene Adresse zurückgesendet werden. Alternativ kann auch bei der Gebäude- und Wohnungszählung unter www.zensus2011.de online gemeldet werden.

Eine vollständige Übersicht über die Fragen, die bei den jeweiligen Erhebungen gestellt werden, bieten die Musterfragebögen. Alle Musterfragebögen sind hier einsehbar:

http://www.zensus2011.de/presse/fragebogen.html

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