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Paris, London oder Berlin

Paris, London oder Berlin

Welches ist Ihre Immobilien-Investment-Location Nr. 1 im Jahr 2012 in Europa? Ist es Prais, London, Berlin oder eine andere Stadt? IWe sieht es mit Immobiien in Spanien aus? Werden Sie oder Ihre Kunden in 2012 dort eine Immobilie kaufen? Ich freue mich über Ihre Meinungen, Kommentare, Hinweise und Eindrücke zum Immobilienmarkt

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28. Mai 2012 · 16:52

Inflation in Europa bei 2,7 % – Anteil Miete aktuell rückläufig

Die Inflationsrate in Europa betrug zuletzt 2,7 %. Das meldet das Europäische Statistikamt Eurostat. Im April 2011 lag diese noch bei 2,8 %. Die Inflationsrate betrug in Deutschland im Mai 2011 insgesamt 2,4 %.

Die Hauptkomponenten mit den höchsten jährlichen Raten im Mai 2011 waren Verkehr (5,3%), Wohnung (4,7%) sowie Alkohol und Tabak (3,3%). Die Hauptkomponenten mit den niedrigsten jährlichen Raten waren Nachrichtenübermittlung (-1,0%), Freizeit und Kultur (0,0%) sowie Hausrat (1,0%).

Anteil Mieten europaweit rückläufig

Die Mieten sind das Schwergewicht im europäischen Inflationsindex. Mit 15,8 % gehen diese am stärksten in den Index ein (gefolgt von Verkehr und Nahrungsmitteln).  Bei den Teilindizes hatten die Mieten (-0,08) eine senkende Wirkung auf die gesamte Inflationsrate. Europaweit sind die Mieten folglich etwas zurückgegangen. Nach einem Wert von 5,1 (März 2011) und 5,0 (April 2011), betrug der Wert im Mai 2011 noch 4,7, wodurch die den Gesamtindex senkende Wirkung zum Ausdruck kommt.

Quelle: www.eurostat.eu

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Europa und die Immobilienkredite in Deutschland

„Für die Immobilienwirtschaft in Deutschland ist die Verfügbarkeit von Finanzierungen elementar. Manche der geplanten neuen Eigenkapital-Regelungen für die Banken werden aber das Kreditangebot insbesondere für die Wohnungswirtschaft verknappen und verteuern.“ So kommentiert Jens-Ulrich Kießling, Vorsitzender der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI) und Präsident des Immobilienverbandes IVD die aktuell in der Diskussion befindlichen neuen Eigenkapitalvorschriften für Banken („Basel III“).

Angesichts der Finanzmarktkrise arbeiten Politik und Bankenaufsicht weltweit an einer verbesserten Regulierung des Bankensystems. Dass diese heikle Aufgabe wichtig und richtig ist, bezweifelt auch die BSI nicht, weist aber auf einen Zielkonflikt hin: Zum einen sollten Banken Risiken zurückfahren und ein wirksameres Risikomanagement betreiben, zum anderen soll die Realwirtschaft auch künftig ausreichend mit Krediten versorgt bleiben.

Diese Kreditversorgung werde jedoch durch die Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute und die geplante Einführung einer neuen Verschuldungsobergrenze für Banken gefährdet. Da diese so genannte Leverage Ratio auf das Nominalvolumen der Darlehen abstelle, werde sie unter anderem das großvolumige, aber kreditrisikoarme und solide Immobilienfinanzierungsgeschäft der Banken treffen.

„Darlehen, die mit einer Immobilie besichert werden, sind besonders sicher. Das wird von den bisherigen Eigenkapital-Regeln für Banken ja auch anerkannt. Es ist widersinnig, dass diese Privilegierung durch die Leverage Ratio jetzt wieder ausgehebelt werden soll. Basel sollte die Vergabe besonders sicherer Darlehen durch die Banken künftig jedenfalls nicht teurer machen als derzeit“, so Kießling.

Die Immobilienwirtschaft, die sich in der Wirtschaftskrise als Stabilisator bewährt habe, sei strukturbedingt mehr als andere Branchen auf hohe Fremdfinanzierung angewiesen. „Kredite zu verknappen heißt, Investitionen zu gefährden und den Aufschwung zu bremsen“, warnt der BSI-Vorsitzende.

Quelle: http://www.bsi-web.de, Pressemitteilung

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Inflation bestimmt Verbrauchervertrauen in Europa

Was ist die Stimmungsbremse Nr. 1 für das Verbrauchervertrauen in Europa? Die Inflation. Das sagen die Marktforscher von GfK. Das beherrschende Thema in Europa ist derzeit die Inflation. Anziehende Verbraucherpreise sowie hohe Kosten für Benzin und Rohöl belasten das Portemonnaie der europäischen Verbraucher. Besonders davon betroffen ist Großbritannien. Dort stieg die Inflation von 3,3 Prozent im November letzten Jahres auf 4,4 Prozent im Februar 2011 – aktuell ist sie allerdings wieder leicht auf 4 Prozent abgefallen. Die Europäische Zentralbank hat zuletzt auf die wachsende Inflation reagiert und den Leitzins erstmals seit Beginn der Finanzkrise um 0,25 Basispunkte auf 1,25 Prozent erhöht.

Das zweite große Problem stellt die hohe Staatsverschuldung in den Ländern dar. Auf der einen Seite mussten vor allem die großen europäischen Länder hohe Summen in den Europäischen Rettungsfonds einzahlen, auf der anderen Seite haben alle nationalen Regierungen viel Geld zur Stabilisierung beziehungsweise Stimulierung der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Die höchste Staatsverschuldung in der EU hat derzeit Italien mit 118,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Konjunkturerwartung: Sparmaßnahmen zur Rezessionsbekämpfung in Großbritannien umstritten

In den betrachteten Ländern gehen lediglich die Deutschen und Österreicher davon aus, dass die Konjunktur auch weiterhin deutlich wachsen wird. Der Indikator zeigt in Österreich im März 38,2 Punkte, in Deutschland sogar 49,5 Punkte. Nach einem starken Anstieg der Konjunkturerwartung von Juni bis November 2010 um rund 60 Punkte, ist sie seit Dezember in Deutschland wieder um etwa 15 Punkte gefallen. Der Indikatorwert kann prinzipiell zwischen -100 und +100 Punkten schwanken.

In Spanien, Rumänien und Österreich konnte der Indikator an Wert zulegen. In der Tschechischen Republik und Bulgarien musste er hingegen deutliche Verluste hinnehmen. Rumänien scheint sich derzeit auf sehr niedrigem Niveau zu stabilisieren. Hier hat sich die Konjunkturerwartung seit Mitte letzten Jahres um rund 34 Indikatorpunkte verbessert und steht jetzt bei einem Wert von -37,3 Punkten.

Die Finanzkrise hatte in Großbritannien weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der private Konsum, der zu einem beträchtlichen Teil über Kredite finanziert wurde, hatte dort immer einen sehr hohen Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Durch die Wirtschaftskrise konnten sowohl die Verbraucher als auch viele Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bezahlen, was sich auf die gesamte Wirtschaft auswirkte: Die Immobilienpreise sanken drastisch, die Arbeitslosigkeit stieg dagegen stark an, viele Unternehmen mussten Konkurs anmelden. Nachdem die Konjunkturerwartung in Großbritannien Anfang 2009 mit -57,8 Punkten ihren Tiefststand erreicht hatte, erholte sich die Wirtschaft im weiteren Verlauf des Jahres. Im Februar 2010 erreichte der Indikator mit 31,4 Punkten seinen höchsten Wert seit Oktober 1997. Die britische Regierung versucht seit letztem Jahr ihr Haushaltsdefizit durch harte Sparprogramme vor allem im öffentlichen Sektor in den Griff zu bekommen. Die Bürger befürchten, durch diese Sparmaßnahmen in die nächste Rezession abzugleiten, bevor sich die Wirtschaft von der Finanzkrise erholt hat. Allerdings  sind die Briten in Bezug auf die richtige Politik zur Bekämpfung des Etatdefizits und der Staatsverschuldung tief gespalten. Die eine Seite erkennt die Notwendigkeit eines radikalen Sparkurses der Regierung, die andere Seite favorisiert eine eher keynesianisch ausgerichtete Politik, die die Wirtschaft durch öffentliche Gelder stimulieren möchte. Diese Diskussion über den richtigen Weg aus der Rezession zeigt sich auch in der Bewertung der Konjunkturentwicklung. Im vergangenen Jahr und noch einmal im ersten Quartal dieses Jahres ist die Konjunkturerwartung drastisch zurückgegangen und steht derzeit bei -29,9 Punkten.

Die Wirtschaft der Tschechischen Republik erholt sich langsam wieder von der Wirtschaftskrise. Daran hat vor allem der Automobilhersteller Skoda einen erheblichen Anteil. Er ist eines der Unternehmen, die die tschechische Wirtschaftsentwicklung maßgeblich beeinflussen. Skoda hat im ersten Quartal 2011 seinen Umsatz um 21,4 Prozent gesteigert. Dennoch ist die Stimmung bei den Verbrauchern insgesamt seit Jahresbeginn erheblich gesunken. Die derzeitige Regierung will erstmals die hohe Staatsverschuldung bekämpfen. Allerdings ist unklar, ob die Regierung ihre Reformen durchsetzen kann. Diese Unsicherheit schlägt sich auch auf die Beurteilung nieder, wie gut sich die tschechische Wirtschaft in den nächsten Monaten entwickeln wird. Zudem befürchten die Bürger, dass durch die geplanten Sparpläne und Steuererhöhungen die langsam wieder anziehende Konjunktur erneut geschwächt wird und die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Die Konjunkturerwartung ist folglich seit Jahresbeginn eingebrochen. Hatte der Index im Januar noch einen Wert von 9,6 Punkten, ist er im März auf -29,6 Punkte abgestürzt. Auch ihre persönliche finanzielle Situation sehen die Tschechen durch die geplanten Reformen in Gefahr.

Preiserwartung: europaweit stark gestiegen

Die Preiserwartungen haben im März in allen betrachteten Ländern der Europäischen Union zugenommen. Einzige Ausnahme ist Bulgarien. Hier ist der Indikator nach einem kräftigen Anstieg seit Dezember letzten Jahres aktuell wieder leicht gesunken und steht im März bei 7,6 Punkten. Wesentliche Treiber für die Inflation sind derzeit höhere Rohstoff- und Energiepreise.

Einen besonders starken Anstieg haben Frankreich, Italien und Rumänien zu verzeichnen. In Frankreich sind die Preiserwartungen der Verbraucher im März um 12,4 Punkte auf aktuell 46,9 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Wert seit rund 20 Jahren. Seit August 2009 stieg der Indikator dramatisch an. Damals verzeichnete er einen Wert von -32,3 Punkten. Die französischen Verbraucher befürchten seit der Wirtschafts- und Finanzkrise eine massive Abnahme ihrer Kaufkraft.

In Italien steht der Index derzeit bei -11,1 Punkten nach -22 Punkten im Februar. Wie auch in Frankreich erwarten die Italiener seit Mitte 2009 steigende Preise. Im Juli 2009 hatte der Index einen Wert von -60,8 Punkten. Obwohl die Preiserwartung nach wie vor einen relativ niedrigen Wert aufweist, sind die Italiener während der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr viel preissensibler geworden. Im Dezember 2010 machte sich gut ein Drittel der Verbraucher Sorgen wegen der Inflation, drei Monate später sind es bereits 58 Prozent. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Inflation in Italien mit gegenwärtig 2 Prozent jedoch noch gemäßigt.

Bei derzeit 19,7 Punkten steht der Indikator in Rumänien. Mitte 2010 mussten die Rumänen eine Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte verkraften. Während der entsprechenden Diskussionen stieg die Preiserwartung auf 14 Punkte im August an. In der Folge konnte sich der Indikator jedoch wieder beruhigen und sank bis zum Januar auf -15,3 Punkte ab. Aktuell befürchten die Rumänen weitere Steuer- und Abgabenerhöhungen, so dass die Preiserwartung im März um 29,7 Punkte zunimmt. Die rumänische Regierung steht nach wie vor unter starkem internationalem Druck, ihr Staatsdefizit zu reduzieren, da sie Finanzhilfen vom Internationalen Währungsfond, der Europäischen Zentralbank sowie der EU erhalten hat. Hinzu kommt eine Inflation von derzeit rund 6 Prozent.

Einkommenserwartung: Frankreich fürchtet um Kaufkraft

Die steigenden Inflationsängste der europäischen Verbraucher wirken sich auch auf die Einkommenserwartung aus. Der Indikator sinkt derzeit auf breiter Front. Einzig Rumänien macht hier mit einem minimalen Zuwachs eine Ausnahme, nachdem der Indikator im Juni 2010 mit -72,7 Punkten einen Negativrekord zu verzeichnen hatte. Um die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen, veranlasste die rumänische Regierung im vergangenen Jahr ein hartes Sparpaket mit Kürzungen bei den Sozialleistungen sowie Steuer- und Abgabenerhöhungen. Außerdem kürzte sie den Staatsbediensteten ihre Bezüge um 25 Prozent. Infolgedessen brach die Einkommenserwartung der Bürger ein. Seit Mitte des Jahres verursachte die vorsichtige Hoffnung auf ein baldiges Ende der Rezession einen kontinuierlichen Anstieg des Indikators. Aktuell stabilisiert er sich auf sehr niedrigem Niveau bei -31,3 Punkten. Im Februar erhielten die Staatsbediensteten eine Lohnerhöhung von 15 Prozent, die die Kürzungen aus dem Vorjahr zumindest teilweise kompensierte. Experten erwarten für die verbleibenden neun Monate dieses Jahres eine leichte wirtschaftliche Erholung.

In Deutschland stabilisiert sich die Einkommenserwartung auf sehr hohem Niveau. Aktuell erreicht sie 40,5 Punkte. Deutschland hat die Wirtschaftskrise erstaunlich gut verkraftet. Die Unternehmen mussten auch während der Rezession aufgrund der erweiterten Möglichkeiten zur Kurzarbeit und staatlichen Konjunkturprogrammen kaum Entlassungen vornehmen. So konnten sie im letzten Jahr sofort reagieren, als die Nachfrage weltweit wieder anzog. Aufgrund der hervorragenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit kontinuierlich zurückgehender Arbeitslosigkeit, starkem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und einer steigenden Nachfrage beim privaten Konsum rechnen die Deutschen in diesem Jahr mit spürbaren Gehaltserhöhungen, die zum Teil bereits realisiert wurden.

Frankreich verzeichnet mit -39,2 Punkten den schlechtesten Wert der betrachteten EU-Länder. Der Indikatorwert ist seit Januar 2010 um rund 30,6 Punkte gefallen. Frankreich hat die Wirtschaftskrise zwar mit weniger Blessuren überstanden als manch anderes europäisches Land. Dies ist aber zum Teil den enormen staatlichen Konjunkturprogrammen zu verdanken. Diese hatten zur Folge, dass die Neuverschuldung im Jahr 2010 auf 7,8 Prozent des Bruttoinlandprodukts gestiegen ist. In den Stabilitätskriterien für die Euro-Zone sind 3 Prozent erlaubt. Die Staatsverschuldung liegt inzwischen bei 84 Prozent des BIP, nach 68 Prozent im Jahr 2008. Für dieses Jahr hat es sich die französische Regierung zur Hauptaufgabe gemacht, die Neuverschuldung zu senken. Dementsprechend befürchten die Verbraucher weitere Steuer- und Abgabenerhöhungen, die sich direkt auf ihr verfügbares Einkommen und damit ihren Lebensstandard auswirken werden. Neben den Steuer- und Abgabenerhöhungen zur Sanierung der Staatsfinanzen stehen auch einige Privilegien auf dem Prüfstand. Bereits im letzten Jahr hob die Regierung unter heftigem Protest der Bevölkerung das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre an. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Grenze bereits bei 67 Jahren. Auch die gesetzlich festgelegte 35-Stunden-Woche dürfte mittel- oder langfristig zur Disposition stehen.

Anschaffungsneigung: Spanier halten ihr Geld zusammen

Korrespondierend zur Einkommenserwartung sinkt auch die Anschaffungsneigung europaweit. Lediglich in der Tschechischen Republik, Österreich und Italien kann der Indikator aktuell an Wert zulegen. Rumänien hat sich von seinem Absturz im vergangenen Jahr leicht erholt und stabilisiert sich derzeit – allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Der Indikator steht im März bei -35,1 Punkten. Die mit Abstand höchsten Werte weisen Österreich mit 30,9 Punkten sowie Deutschland mit 34,3 Punkten auf.

Entgegen den sonstigen Entwicklungen in der Tschechischen Republik steigt die Anschaffungsneigung im März um 7,8 Punkte auf -2,9 Punkte. Die Wirtschaftskrise kam bei den tschechischen Verbrauchern erst verspätet Ende 2009 an, war dann aber deutlich spürbar. Die Tschechen änderten ihr Einkaufsverhalten grundlegend – von einem eher von Spontanität und den aktuellen Bedürfnissen geleiteten Konsum hin zu wohl durchdachten Einkäufen. Die Qualität gewann gegenüber der Quantität deutlich an Bedeutung. Die Kaufzurückhaltung scheint seit Ende des vergangenen Jahres jedoch wieder abzunehmen. Die Anschaffungsneigung ist seit November um gut 17 Punkte angestiegen.

Die polnische Wirtschaft ist stark von der Binnennachfrage getrieben. Dadurch war sie auch während der Wirtschaftskrise nicht so stark betroffen wie andere europäische Länder, deren Wirtschaft stärker von der Exportentwicklung abhängig ist. Bereits Ende 2009 hat sich Polen spürbar von dem wirtschaftlichen Rückgang erholt. Dies zeigt ganz deutlich der Verlauf der Anschaffungsneigung. Ende 2008 fiel der Indikator von 23,1 Punkten im November bis auf -26,7 Punkte im April 2009. Seitdem jedoch ist die Anschaffungsneigung wieder kontinuierlich angestiegen und erreichte im Februar einen vorläufigen Höchststand von 25,5 Punkten. Aktuell musste der Indikator wieder Verluste hinnehmen und steht derzeit bei 16 Punkten. Die Wirtschaftsdaten des Landes sind jedoch gut. Das Staatsdefizit soll in diesem Jahr von 7,9 Prozent auf 5,8 Prozent und im nächsten Jahr auf etwa 4 Prozent fallen. Experten prognostizieren in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent. Der Rückgang bei der Anschaffungsneigung wird somit vermutlich nur kurzfristiger Natur sein.

In Spanien leidet die Wirtschaft seit der Finanzkrise und dem Platzen der Immobilienblase sehr. Das Hauptaugenmerk der Regierung liegt derzeit auf der Kontrolle der Staatsfinanzen. Im Zuge dessen wurden einerseits die öffentlichen Ausgaben drastisch reduziert, die Gehälter und Pensionen der Beamten sowie Sozialleistungen gekürzt. Auf der anderen Seite wurde beispielsweise die Mehrwertsteuer um 2 Prozentpunkte angehoben. Hinzu kommt eine hohe Arbeitslosigkeit ohne die Aussicht auf einen erheblichen Rückgang in diesem Jahr. Die Spanier wissen nicht, was in den nächsten Monaten auf sie zukommt. Dementsprechend versuchen sie, ihr Geld soweit wie möglich zusammen zu halten und nur die nötigsten Anschaffungen zu tätigen. Die Sparquote ist dementsprechend hoch und liegt derzeit bei etwa 16 Prozent. Dennoch konnte sich die Anschaffungsneigung in den vergangenen Monaten auf niedrigem Niveau erholen. Von Dezember 2010 bis Februar 2011 stieg der Indikator von -11,2 Punkten auf 37,5 Punkte an. Allerdings verunsichern die immer wiederkehrenden Diskussionen, ob Spanien doch noch die Finanzhilfen des EU-Rettungsschirms in Anspruch nehmen muss, die Verbraucher. Folglich fällt der Indikator im März wieder auf -10,7 Punkte ab.

Quelle: http://www.gfk.de

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Eingeordnet unter Statistik und Marktauswertung

Deutsche Vertreter in europäische Immobilienverbände gewählt

Viele immobilienwirtschaftlichen Themen spielen auf der europäischen Bühne. Deshalb ist es wichtig, dass die deutschen Interessen in diesen Verbänden wirkungsvoll vertreten werden. Zwei Vertreter aus Deutschland sind in die Vorstände der europäischen Verbände CEPI und CEI gewählt worden. Dort sind mehr als 165.000 Immobilienmakler und -verwalter zusammengeschlossen.

Jens-Ulrich Kießling – Generalsekretär der CEPI

Der Immobilienverband IVD wird auch in Zukunft in den beiden großen europäischen Immobilienverbänden auf Führungsebene präsent sein. Bei den Wahlen am 9. Februar wurde IVD Präsident Jens-Ulrich Kießling als Generalsekretär der Conseil Européenne de Professions Immobilièrs (CEPI) wiedergewählt. Seine Amtszeit verlängert sich damit um weitere 2 Jahre.

Berufspolitische Grundsätze in Europa vertreten

Auch die Mitglieder der Confédération Européenne de l’Immobilier (CEI) bestätigten am 24. Januar Sven Johns, Bundesgeschäftsführer des IVD, als Vorstandsmitglied. „Die Wiederwahl hat mich sehr gefreut, zumal sie ein Vertrauensbeweis nicht nur in meine, sondern auch in die Arbeit des IVD ist“, kommentiert Kießling. Und Johns ergänzt: „Ich erachte es nicht nur für richtig, sondern auch für notwendig, dass wir die Arbeit, die wir auf nationaler Ebene leisten, auch auf europäischer Ebene fortsetzen. Da die berufspolitischen Grundsätze für Immobilienunternehmen derzeit sehr stark von Brüssel aus bestimmt werden, ist es für deutsche Immobilienmakler und -verwalter umso wichtiger, dass sich der IVD in den dort geführten Diskussionen für die Interessen der deutschen Unternehmen stark macht.“

Der CEPI hat sich als Netzwerk der angeschlossenen Immobilienverbände zum Ziel gesetzt, die Bedingungen und Voraussetzungen für Immobilientransaktionen auch und gerade über Grenzen hinweg zu verbessern. Aus diesem Grund setzt sich die Vereinigung auf europäischer und nationaler Regierungsebene im Interesse ihrer Mitgliedsverbände ein. Der CEPI sind Nationalverbände aus insgesamt 22 EU- und EFTA-Staaten angeschlossen. „Einer der Schwerpunkte der Arbeit liegt auf umfassenden Research-Projekten“, erläutert Kießling. „Der Markt wird immer internationaler, das erfordert auch ein höheres Maß an Transparenz, welches die Nationalverbände alleine nicht erbringen können.“

Mehr als 165.000 Immobilienmakler und Verwalter vertreten

Der Dachverband europäischer Makler, die CEI, zählt derzeit über 66.000 Mitglieder aus 14 Nationen. Das Hauptziel der CEI ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit. Darunter fallen auch die Harmonisierung gesetzlicher Regelungen der Zugangsbestimmungen zum Maklerberuf, die Vernetzung der Mitglieder untereinander, sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Transaktionen. „Mit der Einführung der Maklernorm EN 15733 ist uns ein großer Schritt in Richtung europaweit einheitlicher Richtlinien für den Maklerberuf gelungen“, so Johns, der nunmehr seit 14 Jahren auf europäischer Verbandsebene tätig ist. Für die Zukunftsfähigkeit des Immobilienmaklerberufs sei eine internationalere Ausrichtung bereits in der Ausbildung unumgänglich. „Der Markt kennt keine Grenzen mehr, dem müssen wir uns stellen“, resümiert Johns.

Europäischer Immobilienkongress in Berlin

Die beiden europäischen Verbände werden im Mai auch zu Gast beim Deutschen Immobilientag des IVD sein. Der Deutsche Immobilientag des IVD mit europäischem Immobilienkongress findet am 26. und 27. Mai in Berlin statt. „Der IVD setzt sich intensiv dafür ein, dass die beiden europäischen Immobilienverbände CEPI und CEI mit einer Stimme sprechen. Auf dem Kongress im Mai 2011 in Berlin soll eine gemeinsame Arbeitsplattform gebildet werden“, sagt Jens-Ulrich Kießling.

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Eingeordnet unter Europa, Immobilienpolitik

Wettbewerbsfähigkeit für Immobilienmakler in Europa erhöhen

Die Wettbewerbsfähigkeit von Immobilienmaklern in Europa ist immer noch eingeschränkt. Grund sind die EU Vorschriften, die in regulierte und unregulierte Berufe in den Ländern unterscheiden. In Deutschland gilt der Beruf der Immobilienmakler im Sinn der EU-Vorschriften als unreguliert.

Aufgabe für den Berufsverband

Es ist daher eine wichtige Aufgabe des Berufsverbandes IVD, für die deutschen Immobilienmakler eine bessere Verankerung in den EU-Vorschriften zu erreichen. In der Anhörung, die dazu am 29. Oktober 2010 in Brüssel stattgefunden hat, haben IVD, CEI und CEPI diesen Standpunkt noch einmal vorgetragen. Bereits im März 2010 wurde in einer umfangreichen Stellungnahme des Europaverbandes CEI auf diesen umstand hingewisen. Gerade nach der Standardisierung der Dienstleistungen von Immobilienmaklern in Europa durch die gemeinsame Norm EN 15733 ist es an der Zeit, dass die EU den nächsten Schritt macht und diejenigen Immobilienmakler, die sich dieser Norm durch eine Zertifizierung unterwerfen, auch als regulierten Beruf einzustufen.

Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit

Damit würde die Dienstleistungs- und die Niederlassungsfreiheit von Immobilienmaklern in Europa deutlich verbessert werden. In der Anhörung wurde erklärt, dass Ende 2010 ein Arbeitsdpapier vorliege, das bis 2011 in einer Studie belegt werde. Im Jahr 2012 wird das Gesetzgebungsverfahren gestartet. Für europäische Verhältnisse ist das ein überschaubarer Zeitraum.

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Eingeordnet unter DIN 15733 für Immobilienmakler, Maklerrecht

Worldproperties.eu – Neue Webseite für europäische Makler

Worldproperties.eu ist als neueste Webseite für europäische Immobilienmakler gerade an den Start gegangen. Der Europaverband CEPI hat den Europaableger der Worldproperties.com initiiert und ist der Träger dieser Webseite. in der CEPI sind viele nationale Verbände der Immobilienmakler und -verwalter organisiert, die nun die Möglichkeit haben, auf einer eigenen Webseite Immobilienangebote zu präsentieren. Die Webseite wurde von ICREA, dem weltweiten Konsortium von Maklerverbänden umgesetzt.

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Eingeordnet unter Immobilienmarketing, Internet